Information, Struktur, Identität – wie digitale Medien uns verändern
Am Donnerstag um 19.00 Uhr im IBA-Shop
Wie haben Digitalisierung und Internet uns und unsere Welt verändert – darum geht es bei „REVOLUTION – Die Wissensshow zur Digitalen Gesellschaft“ mit der Medienwissenschaftlerin Ilona Wuschig und dem Informatiker Andreas Nürnberger am 4. September um 19.00 Uhr im IBA-Shop, Regierungsstraße 37. Bei der interaktiven Veranstaltung im bestimmt das Publikum, wie die Diskussion mit den Experten verläuft.
Wissenschaftliche Veranstaltungen neigen zur One-Way-Kommunikation. Was aber, wenn das Publikum bestimmt, worüber geredet wird? Die Wissensshow REVOLUTION macht dies möglich: Zwei Experten auf der Bühne, Videoclips auf der Leinwand, das Publikum als Moderator – die Zuschauer bestimmen den Gesprächsverlauf per Laserpointer und diskutieren live, per SMS oder über Twitter mit den Experten vor Ort. „Information, Struktur, Identität – Wie digitale Medien uns verändern“ lautet das Thema.
Die Digitalisierung verändert unser Leben und Zusammenleben radikal. Soziale Netzwerke und die Interaktion mit smarter Technologie definieren sowohl soziale Strukturen als auch die eigene Identität und den Begriff der Privatsphäre neu. Die Digitalisierung unseres Lebensraums verspricht neue Formen der Selbst- und Welterkenntnis, ermöglicht aber auch unbegrenzte Überwachung. Für die Politik bedeutet dieser Wandel ebenfalls eine große Umstellung, denn die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten der Einflussnahme und Teilhabe der Bürger.
Die Medienwissenschaftlerin Ilona Wuschig von der Hochschule Magdeburg-Stendal hinterfragt, ob und wem das Internet nützt. Um eine eigene Identität zu finden, müssen wir Informationen strukturieren und uns damit auseinandersetzen. Doch gerade die sozialen Netzwerke mit ihrem Überangebot an Communities, Meinungen und ‚Gossip‘ scheinen der Ausbildung von Persönlichkeiten entgegenzuwirken.
Wie sich Informationen personalisiert strukturieren lassen, mit Hilfe von Algorithmen, damit beschäftigt sich der Informatiker Andreas Nürnberger von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Persönliche Informationsräume zu schaffen ohne dabei sensible Daten zu nutzen, das ist der Fokus seiner Forschung.
In Film‐Einspielern werden Ausschnitte aus Interviews mit der Politikerin Marina Weisband, dem Science Fiction‐Autor Bruce Sterling, dem Soziologen Dirk Helbing, dem Netzaktivisten Markus Beckedahl, dem Journalisten Dirk von Gehlen und anderen gezeigt.
Information, Struktur, Identität in den digitalen Medien – vom zwischenmenschlichen bis zum computertechnischen – letztendlich ist das Publikum gefragt, Meinungen zu äußern und Ideen zu diskutieren.
„REVOLUTION – Die Wissensshow zur Digitalen Gesellschaft“ ist ein Projekt der Helmholtz-Gemeinschaft. Idee und Konzept stammen von Tobias Hülswitt und Gunther Kreis unter Mitarbeit von Dr. Susann Beetz. In der Veranstaltung werden Interviewfilme von Tobias Hülswitt und Gunther Kreis gezeigt.
Die Veranstaltungsreihe findet im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft“ bundesweit an zwölf Orten statt, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Wissenschaftsjahr 2014 zeigt auf, wie Wissenschaft und Forschung die Digitalisierung der Gesellschaft mit neuen Lösungen vorantreiben und widmet sich den Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Revolution. Informationen unter www.digital-ist.de. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Helmholtz-Gemeinschaft und der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Wissensshow richtet sich an alle Altersgruppen ab 15 Jahren und ist gruppen- und familientauglich. Schulklassen sind besonders willkommen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter ideen2020@helmholtz.de gebeten.
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