Sanssouci - ein Konzert aus Anlass von Carl Philip Emanuel Bachs 300. Geburtstag

01. Oktober 2014. Unter dem Motto „Sanssouci“ lassen Angela Hug und Joachim Arndt (Blockflöten), Laura Frey (Viola da gamba), Peter Gries (Viola) und Tobias Hecker (Cembalo) am Montag, 13. Oktober, 19 Uhr, die Welt der Potsdamer Hofkapelle wieder auferstehen. Es erklingen Werke von Carl Philip Emanuel und Wilhelm Friedemann Bach, Joseph Joachim Quantz u.a. Moderiert wird dieser Abend durch Professor Gregor Hollmann, dem über die Grenzen Kassels hinaus bekannten Dozenten für Cembalo der Musikakademie und anerkannten Spezialisten für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.

Der Eintritt beträgt acht Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu sechs Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 05 61/7 87-41 80, per Fax unter 05 61/7 87-41 88 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.

Anlass ist der 300. Geburtstag von Bachs zweitältestem Sohn, Carl Philip Emmanuel, den die Musikwelt im Jahr 2014 feiert. CPE, wie er sich selbst abzukürzen pflegte, war nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht der wohl erfolgreichste unter den Söhnen Johann Sebastians, sondern auch derjenige, der das Erbe seines Vaters am konsequentesten pflegte. Wie viele Kollegen seiner Zeit brach er ein zunächst in Leipzig begonnenes und dann in Frankfurt / Oder fortgeführtes Jurastudium bald wieder ab, um sich ganz der Musik zu widmen. 1738 kommt er als Cembalist an den Hof des damaligen Kronprinzen Friedrichs nach Ruppin und Rheinsberg. 1741 steigt er zum Konzertcembalisten des jetzigen Königs Friedrich II in Preußen auf. In dieser Funktion wirkt er selbstverständlich auch an den nahezu täglich stattfindenden Konzerten in den Stadtschlössern Berlin und Potsdam beziehungsweise im Sommer in Sanssouci mit. Trotz seiner großen Wertschätzung in der Musikwelt ist es ihm aber nicht gestattet, den Flöte spielenden König in musikalischer Hinsicht zu kritisieren. Dieses Privileg kommt nämlich ausschließlich dem unweit von Kassel in Scheden geborenen Joseph Joachim Quantz zu, Friedrichs Flötenlehrer. 1748 kommt es auf königlichen Wunsch zu der mehrfach filmisch verwerteten und denkwürdigen Begegnung zwischen dem Vater Bach und Friedrich II, in deren Folge das „Musikalische Opfer“, BWV 1079, entsteht. 1768 beerbet Carl Philip Emanuel dann seinen Patenonkel Georg Philipp Telemann und wird städtischer Musikdirektor und Kantor in Hamburg. Auch durch diese späte Hinwendung zu vom höfischen Musikleben zur Kirchenmusik ergibt sich eine Verbindung zum Leben des Vaters.

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