Verleihung des Kulturförderpreises der Stadt Kassel

17. September 2014. Der Magistrat hat jetzt über die Verleihung des Kulturförderpreises entschieden. Oberbürgermeister Bertram Hilgen wird am Sonntag, 30. November, um 11 Uhr im Schauspielhaus des Staatstheaters Kassel die Preisträger ehren.

Der Kulturförderpreis der Stadt Kassel geht in diesem Jahr an den Kulturbunker Kassel. Für das große Engagement bei der Entwicklung eines ehemaligen Hochbunkers zu einem musikalischen und kulturwirtschaftlichen Zentrum in Kassel.

An Die Galerien der Kasseler Südstadt e. V. Für die kulturelle Reaktivierung von ehemaligen Ladenleerständen entlang der Frankfurter Straße mit einem lebendigen Kulturnetzwerk, welches das kulturelle Gesicht des Quartiers maßgeblich prägt.

An die TOKONOMA e. V. Für die Präsentation künstlerisch-kreativer Schätze und die Förderung junger Künstler, um die Reflektion zeitgenössischer Themen der Kunst, des Films und der Musik anzuregen. Die Preisträger erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2.500 €.

Der Kulturförderpreis wird seit dem Jahr 1987 an Künstlerinnen und Künstler, Kulturinitiativen und Kulturprojekte verliehen.

Hintergrundinformationen:

Kulturbunker Kassel

Ein Kooperationsverbund von engagierten Musikern und Kulturschaffenden mietete sich im Jahr 2000 unter Federführung der beiden Musiker Mathias Reuter und Prof. Bernd Nentwig in ein ehemaliges Bürogebäude mit angeschlossenem Hochbunker in der Friedrich-Engels-Straße ein. Im Laufe der Jahre hat sich der Gebäudekomplex durch das große Engagement der beteiligten Akteure zu einem bedeutenden kulturwirtschaftlichen Zentrum in Kassel entwickelt. Nach anfänglich schwierigen Verhandlungen mit der Eigentümergesellschaft, gelang den Akteuren 2010 schließlich die langfristige Standortsicherung des „Kulturbunkers“ durch Eigenerwerb. Rund 40 professionelle Musikerinnen und Musiker nutzen das Gebäude mit seiner innerstädtischen Lage inzwischen für Produktion, Proben und Musikunterricht. Mit dem Kooperationspartner „mik - Musik im Kutscherhaus“ ist der Kulturbunker zudem eines der wichtigen Zentren für die musikalische Nachwuchsförderung in Kassel. Jede Woche sind mehrere Hundert Musikschülerinnen und -schüler vor Ort und partizipieren an der professionellen Atmosphäre der Einrichtung. Mit der von Detlef Landeck gegründeten Konzertreihe „shelter sounds“ etabliert sich der Kulturbunker seit 2012 auch als Veranstaltungsort für die ansässigen Musiker und Gastmusiker. Darüber hinaus werden im Kulturbunker zahlreiche Angebote für Unterricht, Workshops, Rhythmusfortbildungen, Chor, Orchester und Drum Circles für Amateur-Musiker bereitgehalten.

Die Galerien der Kasseler Südstadt e. V.

Mit der kulturellen Reaktivierung von ehemaligen Ladenleerständen entlang der Frankfurter Straße, ist den Akteuren der Südstadtgalerien ein Modellprojekt gelungen, dem weitere Initiativen folgten. Die Eröffnungen der drei im Verein zusammengeschlossenen Galerien: Galerie Rasch (2009), Warte für Kunst (2010) und Galerie Petschelt (2011) zogen nicht nur eine Belebung der vielbefahrenen Frankfurter Straße in Nähe zum Weinberg nach sich, sondern waren auch Ausgangspunkt für ein lebendiges Kulturnetzwerk, welches das kulturelle Gesicht des Quartiers maßgeblich prägt. Dabei pflegen die Galeristen Tobias Rasch, Melanie Vogel und Ulrike Petschelt ein starkes kollegiales Kooperationsverhältnis zueinander, das sich auch auf weitere Kulturpartner in der Südstadt und den benachbarten Einzelhandel überträgt. Die terminliche Zusammenlegung von Ausstellungseröffnungen, die Herausgabe eines im Jahr 2012 erschienen Galerie-Führers, die regelmäßig veranstaltete Weihnachtswarte und das jährliche Galeriefest werden federführend von den drei Akteuren initiiert und haben in kurzer Zeit stadtweite Aufmerksamkeit beim Kulturpublikum erhalten. Auch mit der Kunsthochschule Kassel kooperiert der Verein regelmäßig für Ausstellungen und Projekte, wodurch eine stärkere Öffnung der Ausbildungsstätte in Richtung des Quartiers stattfindet. Dies hat den positiven Effekt, dass die Akteure vor Ort nicht nur einen engen Kontakt zur jungen Nachwuchskunst haben, sondern auch eine Bindung der Kunststudenten an die Stadt Kassel und den Stadtteil erfolgt.

TOKONOMA e. V.

Als „Plattform für junge Kunst und Clubkultur“ wurde TOKONOMA im Sommer 2012 anlässlich der d13 von Studenten und Absolventen der Kunsthochschule gegründet und sofort stadtweit bekannt mit der kostenfreien Herausgabe eines handgezeichneten Stadtplans von Kassel. Dieser Stadtplan fokussiert besondere Orte und inhaltliche Orientierungspunkte abseits der bekannten Häuser und großen Museen speziell für ein junges Kulturpublikum. Zugleich übernahmen die Akteure in erheblicher Eigenleistung und mit hohem Idealismus einen ehemaligen Ladenleerstand an der Frankfurter Straße und gaben diesem nach einer umfangreichen Entkernung als Veranstaltungsort eine neue Bedeutung. Inhaltlicher Schwerpunkt sind die künstlerisch-kreativen „Schätze“ insbesondere junger Künstler aus den Bereichen bildende Kunst, performative Kunst und Musik. Mit Ausstellungen, Lesungen, Filmabenden, Konzerten und Diskussionsveranstaltungen bestreitet das basisdemokratisch organisierte siebenköpfige Team von TOKONOMA seitdem ein regelmäßiges Programm, welches sich ganz an der japanischen Bedeutung des Wortes TOKONOMA orientiert: ein Platz im japanischen Wohnzimmer, an dem man seine persönlichen Schätze ausstellt und der Hausherr unter dem Staunen der Gäste davor Platz nimmt.

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