01. Oktober 2014. Verwilderte Obstwiesen gehören in Kassel der Vergangenheit an. Seit Jahren hat sich das Umwelt- und Gartenamt dafür eingesetzt, die Kasseler Streuobstwiesen zu erhalten und zu pflegen. Dieses Engagement zahlt sich nun aus, denn viele der früher teilweise schlecht zugänglichen Flächen präsentieren sich in einem deutlich besseren Zustand. Die Obstbäume wurden zum Beispiel von Konkurrenzgehölzen befreit und bekommen nun mehr Licht und Luft. Dadurch können sie besser wachsen und die Früchte sich besser entwickeln. Alte Obstbäume wurden geschnitten und junge Bäume gepflanzt. Das Interesse der Kasseler an frischem Obst von städtischen Obstwiesen steigt ständig: Während früher viele Früchte ungenutzt von den Bäumen fielen, werden die Streuobstbestände inzwischen fast vollständig abgeerntet.
In diesem Jahr sind zum Beispiel bereits keine Äpfel mehr zu haben, auch das Interesse an Walnüssen ist groß. Die städtischen Obstwiesen sind frei zugänglich, so dass Jedermann die Früchte ernten kann. „Wir freuen uns, dass die Menschen den Wert des frischen, ungespritzten Obstes wieder erkennen und dabei auch nicht ganz makellose Früchte akzeptieren“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda.
Das Umwelt- und Gartenamt wird nach und nach alle Streuobstwiesen kartieren und die Art der Obstbäume sowie die einzelnen Sorten festhalten. Wenn die Sorten unbekannt sind, werden Experten sie bestimmen. Eingegangene Obstbäume werden neu gepflanzt, sodass auf allen Streuobstwiesen mit der Zeit junge, mittelalte und alte Bäume stehen. „Das Ziel des Umwelt- und Gartenamts ist es, diese heterogenen Streuobstwiesen mit großen und kleinen Bäumen zu fördern. Die unterschiedlichen Fruchtsorten sind gleichzeitig aus Sicht des Naturschutzes die wertvollsten Biotope. Sie bieten unterschiedlichen Tier und Pflanzenarten Lebensraum und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität“, sagt Amtsleiterin Regula-Maria Ohlmeier.
Auf Grund der großen Nachfrage nach weiteren Obstbäumen bietet das Umwelt- und Gartenamt Interessierten an, Bäume gegen eine Spende zu pflanzen. Da Obstbäume nicht nur auf Streuobstwiesen, sondern auch in vielen Parkanlagen wie zum Beispiel dem Dorothea-Viehmann-Park gepflanzt werden, gibt es in fast jedem Stadtteil die Möglichkeit, Obstbäume anzupflanzen. Ein hochstämmiger Obstbaum kostet inklusive Pflanzung 250 Euro. Anfragen per E-Mail an: volker.lange@kassel.de.
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