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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 02.10.2014


„1914 – Mitten in Europa“ - Ausstellungsbesuche der VHS Iserlohn zum Ersten Weltkrieg

Iserlohn.

Unter dem Titel „1914 – Mitten in Europa“ bietet die Volkshochschule Iserlohn am Samstag, 25. Oktober, eine Exkursion nach Essen zum Besuch der Ausstellungen „Heil Dir im Siegerkranz!“ (VHS Essen) und „1914“ (ehemalige Kokerei Zollverein/Ruhr-Museum) an.
Abfahrt ist um 9.10 Uhr ab Stadtbahnhof, die Rückkehr ist gegen 18 Uhr.

Die Leitung hat Dr. Walter Wehner: „Auch nach hundert Jahren sind die Narben des „Großen Krieges“ nicht verheilt – nicht in der Natur, nicht in der Politik, nicht in den Ängsten der Menschen. Auf seinen Schrecken folgte der 2. Weltkrieg mit noch mehr Zerstörung, mit Holocaust, mit Hiroshima, mit Eisernem Vorhang. Zwar hat Europa danach für viele Jahrzehnte Frieden erlebt, einen brüchigen Frieden im Kalten Krieg, aber die Folgen des ersten Weltkrieges mit seinen teils willkürlichen Grenzziehungen im Orient und auf dem Balkan führen bis heute zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. „Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen“ – William Faulkners Satz hat seine Gültigkeit behalten.
Der „Große Krieg“ hat nicht nur auf den Schlachtfeldern getobt, in Tannenberg, vor Verdun, in Afrika, im Orient. Er wurde auch zum Kulturkrieg, zum Zusammenbruch der „Alten Welt“, zum Wegbereiter einer neuen Moderne. Er besaß seine absurden, ja dadaistischen Episoden, denkt man an Lenins Reise im verplombten Eisenbahnzug aus seinem Schweizer Exil nach Sankt Petersburg auf Kosten der deutschen Regierung, Kaiser Wilhelm II. als „Beförderer“ der russischen Revolution.
Die Volkshochschule Iserlohn liefert mit ihrer Exkursion zu diesen zwei Ausstellungen einen besonderen Beitrag, denn hier können die Betrachter persönlich sehen, das Vergangene ist tatsächlich nicht tot, sondern immer noch lebendig.“

In seiner Ausstellung in der Volkshochschule Essen holt Dr. Walter Wehner eine verdrängte Literatur ans Tageslicht, die den Krieg in Liedern und Gedichten begeistert besang und eine ganze Generation mit gewaltverherrlichenden Darstellungen auch in der Kinder- und Jugendliteratur vergiftete. In der umfangreichen Ausstellung "1914 - Mitten in Europa" auf Zeche Zollverein erkunden die Teilnehmenden anschließend unter sachkundiger Führung die gesellschaftlichen Umwälzungen und die Modernisierung, die Europa durch den Krieg prägten.
Interessierte können sich unter Angabe der Veranstaltungsnummer 142_10121 noch bis zum 15. Oktober anmelden, entweder schriftlich mit der Anmeldekarte an die Volkshochschule Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, 58644 Iserlohn, oder online unter www.vhs@iserlohn.de

 



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Dr. Walter Wehner

Buchtitel „Kriegspoesie“

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