05. Januar 2015

Kreis sammelt Altkleider

Der Kreis Viersen hat Altkleider-Container aufgestellt

Kreis Viersen

Nach Willich gibt es seit Jahresbeginn auch in Kempen, Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal Container für die kommunale Altkleider- und Schuh-Sammlung. „Als Reaktion auf die Probleme mit gewerblichen Sammlern haben diese Städte und Gemeinden beschlossen, sich an einem Sammelversuch des Kreises Viersen von Alttextilien zu beteiligen“, sagt Rainer Röder, Leiter des Abfallbetriebs Kreis Viersen, zur Motivation der Städte und Gemeinden. Karitative Aktivitäten werden aber fortgeführt. Spenden an Kleiderkammern und gemeinnützige Sammler sind weiterhin möglich.

„Die Bürger wählen selbst“, sagt Dorothee Kleinermanns vom Abfallbetrieb, „eine Kleiderspende an eine karitative Einrichtung, die Abgabe an die kommunale Sammlung, damit Erlöse zum eigenen Nutzen in die Müllgebühren eingerechnet werden oder die Erhöhung des Gewinns eines gewerblichen Sammlers“.

Die zusätzlichen Container verkürzen für manchen Bürger den Weg. Das Angebot des Kreises soll dazu beitragen, weitere Mengen an tragbarer Kleidung und Schuhen zu verwerten und vor der Entsorgung über die Mülltonne und somit der Müllverbrennung zu bewahren. Die Kosten und die Erlöse dieser Sammlung werden in die Müllgebühren eingerechnet. So geschieht dies schon bei allen werthaltigen Abfällen, die die Kommunen einsammeln, wie z.B. beim Papier.

Bei Alttextilien kommt die durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz favorisierte Wiederverwendung zum Tragen. Dies bedeutet, dass eine Sache in der Form, in der sie hergestellt wurde, ohne aufwändige Behandlung weiterhin benutzt wird. Damit werden ökologische Belastungen, die durch Neuproduktion auftreten, vermieden.

Ein Beispiel: Baumwolle benötigt zum Wachsen viel Wasser und auch Pestizide. Für die Produktion einer Jeans mit 600 Gramm Gewicht benötigt man 8000 Liter Wasser. Rund zehn Prozent des weltweiten Pestizid- und Düngemittelverbrauchs werden für die Baumwollproduktion eingesetzt. Wird eine Jeans nicht weggeworfen, sondern weiter getragen, so fallen diese Belastungen nicht erneut an.

Damit die vom Abfallbetrieb geforderten hohen ökologischen und sozialen Maßstäbe nachgewiesen werden, hat der Kreis Viersen für die Abnahme der Alttextilien einen Vertrag  mit einem Entsorgungsfachbetrieb geschlossen, der hohe Quoten der Wiederverwendung sicherstellt und der dem Kreis die Verwertung detailliert nachweist. Im Schnitt werden bei dem beauftragten Unternehmen rund 53 Prozent der gesammelten Alttextilien als Bekleidung weiterverwendet. Zuvor sorgen rund 600 Mitarbeiter in einer mehrstufigen Sortierung dafür, dass jedes Kleidungsstück nach qualitativen, modischen und stofflichen Kriterien für eine Weiterverwendung bestimmt wird.

Das gehört in die kommunalen Altkleidercontainer:

  • In Kunststoffbeutel verpackte Kleidung (auch leicht verschmutzt)
  • Tisch- und Bettwäsche, Handtücher
  • Schuhe (paarweise zusammengebunden)
  • Wolldecken, Gardinen, Federbetten

Das gehört nicht rein:

Restmüll, Gummistiefel, Rollerblades, Zuschnittreste oder Putzlumpen

Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-viersen.de/altkleider.
Hier finden Interessierte u.a. eine vollständige Standortliste der kommunalen Altkleidercontainer und Informationen über den Verbleib der gesammelten Textilien.

www.kreis-viersen.de/abfallbetrieb



Herausgeber:

Kreis Viersen - Der Landrat
Axel Küppers
Pressesprecher
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