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Magdeburg, 22. Oktober 2014
18 weitere Stolpersteine erinnern an das Schicksal Magdeburger Opfer des Nationalsozialismus
Erinnerungsmale werden am kommenden Freitag verlegt

Ottostadt Magdeburg. Zum 21. Mal werden in Magdeburg Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus gesetzt. Der Arbeitskreis „Stolpersteine für Magdeburg" verlegt gemeinsam mit Angehörigen der Opfer sowie Spendern dieser Erinnerungsmale am 24. Oktober insgesamt 18 neue Stolpersteine. Interessierte Magdeburgerinnen und Magdeburger sind eingeladen, an den Einweihungen teilzunehmen und der Opfer zu gedenken.

„Mit den 18 neuen Stolpersteinen erinnern wir an das individuelle Schicksal von Magdeburgerinnen und Magdeburgern, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Wir gedenken damit ehemaliger Mitbürger und setzen ein weiteres Zeichen gegen das Vergessen der Nazidiktatur in unserer Stadt."

 

Die 18 Stolpersteine werden am kommenden Freitag in folgender Reihenfolge verlegt: für Selma Rosenthal (12:00 Uhr, Lübecker Straße 99 - rechte Seite, stadtauswärts), für Aron Blumenfeld, für das Ehepaar Lehfeld sowie Helene und Gertrud Spanier (12:30 Uhr, Walter-Rathenau-Straße, am östlichen Tunnelausgang), für die Familie Wolff und Karlheinz Bruck (13:20 Uhr, Max-Otten-Straße 6, zwischen dem früheren Altstadtkrankenhaus und dem Breiten Weg), für das Ehepaar Baer (13:45 Uhr, Große Schulstraße 2b - Platz an der Alten Synagoge, Synagogenmahnmal), für Hans Blumenthal und Hulda Zadeck (14:20 Uhr - Breiter Weg 224 - Ecke Behringstraße), für Elisabeth Waldstein (14:45 Uhr, Geißlerstraße 3) sowie für die Familie Joseph (15:15 Uhr, Hellestraße 11).

 

Mit der Verlegung der neuen Stolpersteine steigt die Gesamtzahl dieser Erinnerungsmale im Stadtgebiet auf nunmehr 389. In die Messingoberfläche sind die Namen und biografischen Daten der Opfer, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort eingraviert.

 

Seit 1997 setzt der Kölner Künstler Gunter Demnig diese zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader mit eingelassener Messingplatte in den Boden vor ehemalige Wohnhäuser und Wirkungsstätten von Opfern des Nationalsozialismus.

 

Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden. „Die Bereitschaft, mit Spenden die Patenschaft für die Stolpersteine zu übernehmen, verdient Dank und Anerkennung. Je mehr Menschen dieses Projekt mit einer Spende unterstützen, umso mehr Steine können weiterhin verlegt werden", wirbt Dr. Lutz Trümper gleichzeitig auch für die künftige Unterstützung in der Bürgerschaft.

 

 

 

 

Ein Stein kostet 120 Euro. Hinzu kommen 25 Euro für die Dokumentation in einem „Magdeburger Gedenkbuch“, das möglichst viele Angaben über Leben und Schicksal der ermordeten Menschen aufnimmt. Das Buch wird zusammengetragen von Vereinen, Initiativen, Schulklassen sowie Einzelpersonen und widmet sich der Spurensuche nach dem Lebensweg der Ermordeten.

 

Spenden für künftige Verlegungsaktionen von Stolpersteinen können auf folgendes Konto überwiesen bzw. eingezahlt werden: Kontoinhaber: Landeshauptstadt Magdeburg, IBAN: DE02 8105 3272 0014 0001 01, BIC: NOLADE21MDG, Verwendungszweck: 37 99 43 11/Stolpersteine

 

Für Fragen und weitere Informationen zu den Stolpersteinen stehen die Mitarbeiter des Kulturbüros der Stadtverwaltung unter der Rufnummer 03 91/5 40 21 34 zur Verfügung.

 

 

Hintergrundinformationen

Der Magdeburger Stadtrat hat 2005 auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, sich der Möglichkeit des Erinnerns und Gedenkens durch so genannte Stolpersteine vor Hauseingängen und auf Gehwegen anzuschließen, von denen es mehr als 35.000 in über 750 Städten und Gemeinden in Deutschland und anderen Ländern Europas gibt.

 

Einen regelmäßig aktualisierten Stadtplan mit den Verlegeorten der Stolpersteine und weitere Informationen sind im Internet unter www.magdeburg.de/stolpersteine zu finden.



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Landeshauptstadt Magdeburg
Frau Kerstin Kinszorra
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
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