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Planungsausschuss stimmte am Donnerstag für die Umgestaltung des Mühlenareals

Stadt soll Variante 4 weiter verfolgen und die zeitnahe Umsetzung vorbereiten

28. Oktober 2014. Der Umwelt- und Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am 23. Oktober 2014 einstimmig für die von der Stadt und dem beauftragten Planungsbüro Lindschulte favorisierte Lösung „Variante 4“ für die Umgestaltung des Mühlenareals gestimmt. Damit ist jetzt der Weg frei, die notwendigen weiteren Ingenieurplanungen voranzutreiben und die erforderlichen Genehmigungsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren und die Bauleitplanung zu erarbeiten.

Bevor Diplom-Ingenieur Marc-Christian Vrielink vom Ingenieurbüro Lindschulte in der Sitzung des Planungsausschusses die von ihm entwickelte umfassende Bewertungsmatrix im Detail vorstellen und begründen konnte, kam ihm die Bitte der CDU-Fraktion zuvor, diese Erläuterung abzukürzen, da alle Beteiligten sich ja aufgrund der guten Vorbereitung der Verwaltung im Vorfeld bereits intensiv mit der Bewertung haben beschäftigen können. Die Zustimmung aus allen Fraktionen führte zu einer verkürzten Sitzungsdauer. Positiv wurde die frühzeitige Information der Bürgerinnen und Bürger gesehen.

Variante 4 „robust“

Alle Fraktionen stimmten einstimmig für die Variante 4, die sich unter allen sinnvoll denkbaren Bewertungsaspekten als „robust“ erwiesen habe. Bei „Variante 4“ berührt die neue Brücke die umgestaltete Stadtpark-Insel nicht. Der Kreisverkehr wird auf die Kreuzung Remigiusstraße/Am Papendiek verlegt. Am jetzigen Standort wird es nur noch eine Fußgängerbrücke geben. Die Stadtpark-Insel wird um 850 Quadratmeter verkleinert, Borkener Aa und Döringbach fließen früher zusammen. Die Fläche kann aber fast vollständig durch die neue Landzunge am östlichen Ufer ausgeglichen werden. Alle Vorgaben des Hochwasserschutzes werden mit dieser Variante erfüllt. Diese Verkehrsführung gewährleistet auch einen Bus-Begegnungsverkehr. Im Kreisel beträgt das Gefälle nur drei Prozent, was Fußgängern und auch Fahrradfahrern entgegenkommt. Weiterhin wird eine komfortable Liegendanfahrt zum Krankenhaus möglich.

Städtebauliche Verbesserung und Hochwasserschutz

Die CDU lobte insbesondere die städtebaulichen Verbesserungen und den Sicherheitsaspekt des Hochwasserschutzes. Bündnis 90/DIE GRÜNEN befürchten eine höhere Verkehrsbelastung der Innenstadt und fragten ein erweitertes Verkehrsgutachten auch für die Bereiche Ringstraße/Möntgenstiege an. Dem gegenüber freut sich die UWG auf mehr Zustrom im Sinne der in der Innenstadt ansässigen Geschäfte und des Borkener Einzelhandels. Die Frage der nach dem Baumbestand konnte Vrielink klar beantworten: „Der Ausgleich des Baumbestandes muss schon vom Gesetz her immer mit berücksichtigt werden.“ Und die Frage nach der Größe der neu gepflanzten Bäume sei letztlich nur eine Frage des möglichen Budgets. Auch die SPD steht hinter Variante 4 und sieht einen großen Vorteil dabei in der Entflechtung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs.

Ob die Bauzeit beschleunigt werden kann, konnten die Verantwortlichen von Stadt und Planungsbüro nicht versprechen. „Das Baurecht kann nicht beschleunigt werden, sonst riskieren wir, dass das Gesamtprojekt wegen formaler Fehler verzögert oder gar gestoppt wird“, so Bürgermeister Rolf Lührmann. Man werde natürlich im eigenen Interesse alle Optimierung-Möglichkeiten ausschöpfen, die vorrangig im späteren konkreten Bauablauf denkbar seien. „Aber eine wesentliche Grundlage ist bereits die Auswahl der richtigen Variante“, bedankte sich Vrielink bei den Anwesenden.

Einstimmige Zustimmung

Ausschussvorsitzender Paul Rottbeck formulierte abschließend den Beschlussantrag, dass der Planungsausschuss die Verwaltung beauftrage, die vorgestellte Variante 4 weiter zu verfolgen und sich für eine zeitnahe Umsetzung einzusetzen. Die Zustimmung war einstimmig ohne Gegenstimme – die Umgestaltung des Mühlenareals kann beginnen.

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Variantenbetrachtung Mühlenareal - V4



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