Fachkonferenz WISSENSWERTE in Magdeburg
Vom 24. bis 26.11.14 mit neuer Programmstruktur für mehr Praxis und Dialog
Neuer Veranstaltungsort, neue Programmstruktur und erneut spannende Themen: Nach zehn Jahren in Bremen geht Deutschlands wichtigste Konferenz für Wissenschaftsjournalisten – die WISSENSWERTE – zum ersten Mal auf Wanderschaft und findet vom 24. bis 26. November 2014 in der Landeshauptstadt Magdeburg statt.
Unter dem Motto „Mehr Praxis, mehr Dialog“ informieren und vernetzen sich die Teilnehmer der WISSENSWERTE in Diskussionen und Workshops zu spannenden Wissenschaftsthemen und neuen Entwicklungen im Journalismus.
„Als Austragungsort für den jährlichen Treffpunkt der Wissenschaftsjournalisten haben wir die Chance, den Wissenschaftsstandort Magdeburg einem großen Kreis von Multiplikatoren zu präsentieren", freut sich Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper auf die rund 450 Teilnehmer.
Die Landeshauptstadt Magdeburg hatte sich im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt, der Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes (IMG), dem Kongressbüro der Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) und dem Maritim-Hotel Magdeburg erfolgreich als Veranstaltungsort beworben.
Neben dem Ausrichtungsort hat sich auch die Programmstruktur geändert. „Sie ist nun viel übersichtlicher und soll es unseren Teilnehmern ermöglichen, sich interaktiver an den Sessions zu beteiligen“, erklärt Programmplaner Holger Hettwer von der TU Dortmund. Die Organisatoren haben die Konferenz in vier thematische Säulen gegliedert: Erweitert wurden die Workshops zum journalistischen Handwerk und Werkstattgespräche, die wegen der begrenzten Teilnehmeranzahl für eine intime Gesprächssituation sorgen. Weitere bewährte Schwerpunkte vervollständigen die Struktur: Diskussionen zu Entwicklungen im Wissenschaftsjournalismus und Workshops zu Einzelthemen der Wissenschaft.
Eröffnet wird die WISSENSWERTE von dem renommierten Soziologen und Sozialpsychologen Professor Harald Welzer. In seinem Vortrag „Medien selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand" wird er der Frage nachgehen, wo und wie wir in unserer Gesellschaft künftig die relevanten Themen der Zukunft verhandeln: Wenn Parteien nicht mehr in der Lage sind, die wichtigen Fragen zu benennen, müssen Medien stärker zum Resonanzboden für Zukunftsthemen werden?
Eine Diskussionsrunde wird sich mit „Ebola – und das Versagen des Wissenschaftsjournalismus“ auseinandersetzen. Zentrale Fragen: Wieso wird erst jetzt so häufig über Ebola berichtet? Hat der Wissenschaftsjournalismus bisher das Ausmaß der Krankheit unterschätzt? Oder ist er nicht in der Lage, frühzeitig Themen in Redaktionen – und damit in der Öffentlichkeit – anzusprechen? Fehlt es dem Wissenschaftsjournalismus dann vielleicht an einem Standing?
Am Dienstag, 25. November, werden in einem Workshop die besten Apps für Journalisten vorgestellt. Wenig später heißt es in einem Werkstattgespräch: „Neu am Markt: WIRED, KrautReporter, c’t Wissens“. Die jeweiligen Chefredakteure stellen die neuen Magazine vor und berichten von ihren Erfolgsgeschichten am hart umkämpften Markt. Zum Abschluss treffen Interessierte auf Peter-Matthias Gaede. Der ehemalige Chefredakteur der GEO blickt auf seine Erfahrungen zurück und verrät, was er über die Zukunft des Wissenschaftsjournalismus denkt.
Eine Fachausstellung mit 40 Ausstellern rundet die WISSENSWERTE ab. Hier präsentieren sich neben den großen Wissenschaftsorganisationen und Akademien aus Mittel- und Ostdeutschland auch der Wissenschaftsstandort Magdeburg mit seinen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Am Mittwoch, 26. November, wird in den Exkursionen die Vielfalt der Wissenschaft in Magdeburg sichtbar: Ein Besuch führt unter anderem in das Leibniz-Institut für Neurobiologie und in das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Die Journalisten erhalten dabei Einblicke in die aktuelle Ursachenforschung zu Alterskrankheiten wie Alzheimer. Darüber hinaus sind Exkursionen zu den Themen Medizintechnik und Energie geplant.
„Als junger Wissenschaftsstandort verfügt Magdeburg über ein hohes Maß an Flexibilität und Dynamik. Wie Magdeburgs Wissenschaftler zusammenarbeiten und woran sie gerade forschen, wollen wir bei den verschiedenen Exkursionen am letzen Kongresstag zeigen“, lädt der Leiter des städtischen Teams Wissenschaft, Dr. Klaus Puchta, zu hochinteressanten Exkursionen ein.
Erneut engagieren sich die fünf größten deutschen Wissenschaftsorganisationen für die WISSENSWERTE: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft. Zudem wird die Konferenz vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, BASF SE, der Volkswagen Stiftung und dem vfa Verband Forschender Arzneimittelhersteller unterstützt. Ideelle Partner sind: Deutscher Journalisten-Verband, Technisch-Literarische Gesellschaft und Verband der Medizin und Wissenschaftsjournalisten.
Veranstalterin der WISSENSWERTE ist die Messe Bremen. Für die Programmplanung sind die TU Dortmund und die Wissenschaftspressekonferenz verantwortlich. Mehr Informationen und Anmeldungen sind unter www.wissenswerte-bremen.de zu finden.
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