Aktueller Kasseler Fahrradstadtplan unterstützt das Radeln in der Stadt

11. November 2014. Der Fahrradstadtplan für Kassel ist jetzt in einer aktualisierten Fassung herausgegeben worden. In der Karte werden alle beschilderten Radverkehrsstrecken besonders hervorgehoben, touristische und städtische Routen sind zudem mit einem Symbol gekennzeichnet. Über das beschilderte Radverkehrsnetz hinaus werden weitere fahrradfreundliche Ergänzungsstrecken gezeigt, die mit Unterstützung der Kasseler Radverbände ausgewählt wurden. „Der Fahrradstadtplan ist ein wichtiger Baustein, Kassel noch fahrradfreundlicher zu machen“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. Die Nutzung des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad soll damit erleichtert werden.

Die Stadt Kassel strebt an, den Anteil des Radverkehrs am sogenannten Modal Split aller Verkehrsmittel bis zum Jahr 2030 zu erhöhen. Denn: Das Fahrrad wird in Kassel noch vergleichsweise wenig genutzt. Nur 7 Prozent ihrer Wege erledigen die Kasseler mit dem Fahrrad. Durch den Marktboom der Pedelecs/Elektrofahrräder und eine Verbesserung der Radinfrastruktur soll der Wegeanteil des Rades auf 14 Prozent verdoppelt werden. Im Verkehrsentwicklungsplan 2030, der derzeit erarbeitet wird, sind als mögliche Maßnahmen zum Beispiel vorgeschlagen, Kreuzungen so auszubauen, dass sie auch von Fahrradfahrern gut überquert werden können und vorhandene Lücken im 90 Kilometer langen Radwegenetz der Stadt zu schließen.

In den vergangenen Jahren sind bereits mehrere Lücken im Radwegenetz geschlossen worden. Zum Beispiel in der Loßbergstraße, in der Goethe- und Germaniastraße, durch die Verbindung vom Hholländischen Platz in die Gießbergstraße und durch den neuen Radweg am Auedamm zwischen Orangerie und Rondell. Mit dem Umbau der Friedrich-Ebert-Straße wird bis Ende 2015 auch dort die Situation für Radfahrer verbessert. Im Frühjahr 2015 soll zudem mit dem Ausbau des Fernradweges R1 von Wolfsanger in Richtung Hann. Münden begonnen werden.

Beim jüngsten deutschlandweiten Fahrradklimatest vor zwei Jahren rangierte Kassel in der Kategorie der „Aufholer“ unter den Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern auf Platz 2. Der Test bescheinigte Kassel zudem eine seit 2005 weit überdurchschnittliche, erfolgreiche Entwicklung.

Auch der Fahrradstadtplan soll dazu beitragen, dass die Einwohner Kassels gerne auf das Fahrrad umsteigen. Beim Fahrradstadtplan handelt es sich um eine Sonderausgabe der amtlichen Stadtkarte, die das gesamte Radverkehrsnetz in Kassel und den angrenzenden Gemeinden zeigt. Der Plan ist eine gute Grundlage zur Planung von Radfahrten im Raum Kassel, kann aber auch als ganz normaler Stadtplan genutzt werden. Für diesen Zweck ist ein Straßenverzeichnis integriert worden.

Besonderes Merkmal des Kasseler Fahrradstadtplans ist die Unterscheidung der Radstrecken nach ihrer Qualität. So ist aufgrund unterschiedlicher Farben erkennbar, ob eine Radverbindung angenehm oder nur mäßig angenehm ist oder ob es sich um einen notwendigen Lückenschluss auf einer Hauptverkehrsstraße ohne Radverkehrsanlage handelt. In der Karte ebenfalls enthalten sind Hinweise auf größere Steigungen, Fahrradwerkstätten sowie besondere Gefahrenpunkte. Und es ist eingetragen, ob es sich um eine beschilderte Radverkehrsverbindung handelt.

Die neue Fahrradkarte wurde mit Unterstützung durch die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Kassel, Anne Grimm, sowie der Kasseler Kreisverbände des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) erarbeitet. Grundlage sind die Daten im Geoinformationssystem der Stadt Kassel, das den Fachämtern in der Stadtverwaltung zur Verfügung steht. Eine digitale Version für die Bürger steht im Internet unter www.stadtplan-kassel.de zur Verfügung.

Eine Teilauflage der Karte wird durch Unterstützung des Nordhessischen Verkehrsverbundes an alle Grundschüler in Kassel verteilt, die die Fahrradprüfung absolvieren.

Der Fahrradstadtplan kostet 4,50 Euro und ist im Buchhandel, bei Kassel Marketing sowie im Kasseler Rathaus (Kundenservice) erhältlich.

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