Tuvia Tenenbom stellt „Allein unter Juden“ vor
Entdeckungsreise durch Israel
Dreißig Jahre nachdem er seine Heimat in Richtung USA verlassen hatte, kehrte er, der Sohn eines Rabbiners, nun zurück, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie sich die kulturelle und politische Identität Israels verändert hat.
Den Journalisten und Autor Tuvia Tenenbom verbindet eine besondere Geschichte mit Magdeburg: Im Januar 2013 sorgte er mit einer satirischen Performance für Aufsehen, als er hier inmitten eines Aufzuges von Rechtsextremen den Hitlergruß zeigte und prompt von ihnen angezeigt wurde. Am 17. November ist Tenenbom abermals in Magdeburg zu Gast, um sein gerade erschienenes Buches „Allein unter Juden“ vorzustellen. Auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt liest der streitbare Autor am Montagabend um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg aus seiner aktuellen Reisereportage aus Israel.
Bereits Tenenboms furioser Reisebericht „Allein unter Deutschen“ wurde heftig diskutiert und stand monatelang auf der Bestsellerliste. Dreißig Jahre nachdem er seine Heimat in Richtung USA verlassen hatte, kehrte er, der Sohn eines Rabbiners, nun zurück, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie sich die kulturelle und politische Identität Israels verändert hat.
Dafür ist er wieder kreuz und quer durchs Land gereist: vom Gazastreifen bis zu den Golanhöhen, von Eilat bis zu den Hisbollah-Stellungen im Norden. Tenenbom hat mit allen gesprochen: mit Ultraorthodoxen und Atheisten, mit Fundamentalisten jeglicher Couleur, mit Kibbuzniks und Siedlern, Rabbis und Imamen, mit Mystikern und Intellektuellen, Militärs und Geheimagenten, mit israelischen Prominenten und palästinensischen Politikern, mit Journalisten und NGO-Aktivisten. Das Ergebnis dieser nicht immer ganz konfliktfrei verlaufenen Begegnungen ist eine ebenso unterhaltsame wie erhellende Erkundung eines Landes der Extreme.
Tuvia Tenenbom, 1957 in Tel Aviv geboren, stammt aus einer deutsch-jüdisch-polnischen Familie und lebt seit 1981 in New York. Er arbeitet als Journalist, Essayist und Dramatiker und schreibt für zahlreiche Zeitungen in den USA, Europa und Israel, darunter für Die Zeit und The Jewish Daily Forward. 1994 gründete er das Jewish Theater of New York.
Der Eintritt zur Lesung, die von dem Landtagsabgeordneten Sören Herbst aus Magdeburg moderiert wird, beträgt 5 EUR, Leser mit Goldkarte der Stadtbibliothek Magdeburg nehmen kostenlos teil. Alle interessierten Bürger sind herzlich willkommen.
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