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Hanau, 19. November 2014
„Es besteht keine Gefahr“
OB Kaminsky verweist auf Entwarnung des Umweltministeriums

 

„In Hanau ist kein Behälter für radioaktive Abfälle undicht“, zitiert Oberbürgermeister Claus Kaminsky das hessische Umweltministerium und ergänzt: „Keine Bürgerin, kein Bürger unserer Stadt muss sich Sorgen wegen einer eventuellen Strahlenbelastung durch die Atommüll-Lagerung im ehemaligen Siemens-Technopark machen.“ Bundesweite Schlagzeilen zu jüngst festgestellten Korrosionsschäden an Atommüll-Fässern haben auch in der Brüder-Grimm-Stadt für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt, da die Firma Nuclear + Cargo Services (NCS) im Stadtteil Wolfgang eine Lagerstätte für radioaktive Abfälle betreibt.

„Wir haben uns sofort mit den zuständigen Behörden in Verbindung gesetzt und nachgefragt, ob sich für die Hanauer Bürgerschaft irgendeine Gefährdung ergibt. Dies wurde mit dem Hinweis auf die engmaschige  Kontrolle im Halbjahresturnus ganz klar verneint,“ zitiert OB Kaminsky das Ministerium, das nach eigenen Angaben zuletzt im April diesen Jahres ein Überprüfung durchgeführt hat. „Es gibt keinen Grund, an den Ergebnissen dieser regelmäßigen Überwachung durch die Fachaufsicht zu zweifeln“, erläutert Hanaus Oberbürgermeister, dass man in der Brüder-Grimm-Stadt im Gegenteil sehr froh darüber sei, dass das NCS-Firmengelände derart unter Überwachung stehe.

Der Stadt sei in den Jahren nach dem Ausstieg aus der Plutoniumwirtschaft erfolgreich ein positiver Imagewandel gelungen. Inzwischen habe sich der Stadtteil Wolfgang erfolgreich als hochattraktiver Gewerbestandort für Hightech-Firmen profilieren können. Zahlreiche innovative Firmen hätten sich hier inzwischen angesiedelt. Die geplante Niederlassung des höchst renommierten Fraunhofer Instituts, das sich mit der Projektgruppe für Werkstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie des Instituts für Silicatforschung in unmittelbarer Nachbarschaft zum Industriepark Wolfang ansiedeln wolle, sei die bisher letzte erfreuliche Nachricht in dieser Erfolgsgeschichte gewesen.

„Es wäre höchst bedauerlich, wenn jetzt durch gewollte oder unabsichtliche Missinterpretation von überregionalen Nachrichten unsere Stadt in ein falsches Licht gerückt würde,“ erinnert OB Kaminsky an den jahrelangen Kampf gegen die Errichtung eines weiteren atomaren Zwischenlagers für schwach- und mittelaktive Abfälle in Wolfgang durch die Firma NCS. Erst im Mai 2009 hatte das Bundesverwaltungsgericht durch die Nichtzulassung der Revision einen Schlusspunkt unter das langjährige juristische Tauziehen gesetzt. Das Unternehmen hatte versucht, eine entsprechende Baugenehmigung für ihr Betriebsgelände in Wolfgang zu erhalten. Die Stadt Hanau hatte diese mit dem Hinweis auf die angestrebte wirtschaftliche Entwicklung und den bereits angestoßenen Strukturwandel des Standortes verwehrt und schließlich auch Recht bekommen.

„Was wir in dem Genehmigungsverfahren zuletzt vor fünf Jahren ausgeführt haben, gilt heute mehr denn je, denn inzwischen haben wir in Wolfgang durch die erfolgreiche Konversion der einst vom US-Militär genutzten Areale einen aufstrebenden und aufblühenden Wohn- und Gewerbestandort gleichermaßen geschaffen,“ erinnert Hanaus OB an die rasanten Fortschritte, die hier zu verzeichnen sind. Das hohe Interesse von Investoren an der jüngst gestarteten Entwicklung der Flächen auf Old Argonner belegen nach seinen Worten die zukunftsorientierte Ausrichtung des Projektes und den vollzogenen Imagewandel gleichermaßen.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

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