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Kita Königstor: Neue Dialog-Displays mahnen Autofahrer zum Langsam-Fahren – Spende der WINGAS GmbH

21. November 2014. Wo werden Autofahrer schon mal mit einem leuchtenden „Danke!“ bedacht? In Kassel geschieht dies an rund 50 Standorten mit sogenannten Dialog-Displays: Hier leuchtet ein freundliches „Danke!“ aus grünen LED-Lämpchen auf, wenn Auto- und Motorradfahrer höchstens so schnell fahren, wie erlaubt. Wenn sie zu schnell sind, mahnen rotblinkende LEDs „Langsam!“. Durch das Foto-Motiv eines Kindes an den Geräten wird der Grund für diese Aufforderung verdeutlicht.

Mit Unterstützung der WINGAS GmbH hat die Stadt Kassel drei weitere Dialog-Displays angeschafft. Zwei dieser Geräte werden ab sofort in Nähe der Kindertagesstätte „Kleine Stromer“ im Königstor in Betrieb sein. Das dritte soll an wechselnden Standorten zum Einsatz kommen. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Dr. Gerhard König, Sprecher der Geschäftsführung der WINGAS GmbH, nahmen die Geräte jetzt zusammen mit Vorschulkindern der Kita Königstor und deren stellvertretenden Leiterin Nele Krell offiziell in Betrieb.

„Mit den Displays im Königstor wollen wir das Tempo mancher Autofahrer auf das vorgeschriebene Maß senken“, erklärt Oberbürgermeister Hilgen. „Wir setzen auf das „Lob und Tadel“-Prinzip der Geräte, um Autofahrer zur Rücksicht auf Kinder im Straßenverkehr zu animieren. Der WINGAS GmbH gilt dabei mein besonderer Dank für die Spende, mit der wir die neuen Geräte anschaffen konnten.“

Für das Kasseler Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. „Sicherheit spielt in unserer Unternehmensgruppe eine große Rolle. Da war es keine Frage, die Dialog-Displays, die aktiv zur Verkehrssicherheit beitragen, gemeinsam mit der Stadt Kassel zu installieren“, betonte Dr. Gerhard König, Sprecher der WINGAS-Geschäftsführung bei der Inbetriebnahme der ersten Displays im Königstor. Zudem könne sich das Unternehmen so auch schon vor dem Umzug der Firmenzentrale im neuen Quartier engagieren. Im kommenden Jahr verlegt WINGAS seinen Sitz vom Vorderen Westen ins Königstor.

In Kassel werden an derzeit rund 50 Standorten jeweils temporär Dialog-Displays eingesetzt. Im Rahmen eines rotierenden Systems werden die Standorte alle acht Wochen durch den Bauhof des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes gewechselt. Die Standorte befinden sich vorwiegend in der Nähe von Schulen oder Kitas. Der temporäre Einsatz soll Gewöhnungseffekten bei den Autofahrern vorbeugen.

Die zwei neuen Displays am Standort Königstor können neben ihrem Appell gegenüber Autofahrern auch die aufkommende Fahrzeugmenge und Klassifizierung (Fahrrad, Pkw und Lkw) messen. Damit ergänzen diese Dialog-Displays die vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt regelmäßig durchgeführten Verkehrszählungen im gesamten Stadtgebiet. Die Ergebnisse werden im Straßenverkehrs- und Tiefbauamt als Grundlage bei Verkehrsplanungen und - entwicklungen eingesetzt. Individuelle Merkmale der Verkehrsteilnehmer oder gar Kennzeichen werden durch die Geräte nicht erkannt.

Hintergrund: Eine Studie der Unfallforscher der Versicherer aus dem Jahr 2009 zur Wirkung der Dialog-Displays zeigt positive Effekte auf mehreren Ebenen. Demnach verringerte sich die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Einsatz des Dialog-Displays je nach Einsatzort um 1,8 bis sechs km/h. Der Anteil der Fahrer, die die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit überschritt, sank deutlich um 43 bis 64 Prozent. Des Weiteren fühlten sich die befragten Fußgänger am Einsatzort der Displays sicherer und agierten dadurch souveräner als Verkehrsteilnehmer.

Die Studie findet man unter http://www.udv.de/de/publikationen/forschungsberichte.



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