"Ankommen in Deutschland" gibt Fahrplan für den Alltag

03. Dezember 2014.

Mit der „Ausgabe eines Fahrplans für den deutschen Alltag“ hat Kassels Sozialdezernent und Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel das Projekt „Ankommen in Deutschland“ für die teilnehmenden Asylsuchenden verglichen. Die Initiative der Kommunalen Arbeitsförderung des Sozialamtes werde möglicherweise bundesweit Beachtung finden, sagte er am heutigen Mittwoch anlässlich eines Pressetermins im Haus Forstbachweg. Das Kooperationsprojekt der Stadt mit dem Caritasverband Nordhessen-Kassel wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Bemerkenswert sei schon die große Motivation der 31 Erwachsenen zwischen 20 und 50 Jahren, die den elfwöchigen Kurs bestreiten, hieß es. Und obwohl dieser erst vor Weihnachten zu Ende gehe, habe es bereits eine positive Rückmeldung aus den Gemeinschaftsunterkünften gegeben. Demzufolge zeigten sich die Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer schon jetzt in ihrem Alltag deutlich motivierter und strukturierter. Der Sozialdezernent sah sich dadurch in der Hoffnung bestärkt, dass das Projekt sein Ziel erreichen werde: den Asylsuchenden das Einleben zu erleichtern und mittelfristig für sie zu einem Schlüssel zur Arbeitswelt werden zu können.

Das Projekt verbindet das Vermitteln von Sprachkompetenz mit einer ersten Orientierungshilfe für den Alltag: Wie funktionieren die Versicherungen, das Gesundheitssystem, der tägliche Einkauf oder das Bildungs- und Erziehungssystem? Was kennzeichnen Staat und Gesellschaft, und welche Rechte und Pflichten hat der Einzelne? Diese Fragen beantwortet der Kurs genauso, wie er sich den Aufgaben der neuen Zuwanderer widmet, Bewerbungsunterlagen zu erstellen, sich in Stadt und Region zu orientieren oder die Wohnungssuche zu meistern. Um die beiden Konzeptteile zu realisieren, wird der Unterricht zweier Lehrkräfte für „Deutsch als Fremdsprache“ sozialpädagogisch begleitet und um eine enge Betreuung der Teilnehmer ergänzt.

Interesse an dem Projekt hat der Flüchtlingsbeirat Nordrhein-Westfalen angemeldet. Weder in NRW noch anderswo in Hessen gebe es bislang ein Angebot für Asylsuchende wie in Kassel.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Stephan Kaiser


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