Bocholt, 17. Dezember 2014
Europa: Bürgermeister Nebelo schreibt ehemaligen jüdischen Mitbürgern
Bocholt (PID).
Bürgermeister Peter Nebelo verschickt jetzt Weihnachtsgrüße an ehemalige Bocholter Mitbürger jüdischen Glaubens. Darin berichtet er von Neuigkeiten und auch Bewährtem aus Bocholt. Seine „Grüße zum Jahreswechsel“ gehen auch in diesem Jahr in alle Welt. Von den insgesamt 16 Briefen wurden zehn in die USA, drei nach Argentinien und jeweils einer nach Paraguay, Israel und Düsseldorf gesendet.
Große Herausforderungen
„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun!“ Mit diesem denkwürdigen Zitat von Mahatma Gandhi beginnt der Bürgermeister seine Grüße zum Jahreswechsel an die ehemaligen Mitbürger jüdischen Glaubens und ihre Angehörigen. Fast täglich, so Nebelo, werde in den Medien von neuen Kriegen und Krisen berichtet, wie z. B. in Syrien, Liberia und Pakistan. Die steigenden Flüchtlingszahlen zeigten, wie unermesslich das Leid der Menschen geworden sei. Viele Ehrenamtliche sowie Politik und Verwaltung hätten es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen in Bocholt eine sichere Zuflucht zu bieten und ihnen zu helfen.
Prämierte Europaarbeit
Auch zu Aktuellem aus Bocholt berichtet er. Bocholt zeichne sich auf der europäischen Landkarte durch die Lage an der deutsch-niederländischen Grenze aus, so Nebelo. Viele grenzübergreifende Projekte fänden nicht nur mit den Niederlanden, sondern auch mit den Bocholter Partnerstädten statt.
"Gerade in den letzten drei Jahren hat die Stadt Bocholt ihre Europaaktivitäten weiter gebündelt und zusammengebracht. Ein wesentliches Zeichen für die Konzentration dieser Europaarbeit ist die Einrichtung des neuen Europabüros im Europa-Haus Bocholt", so Nebelo.
Für diese und viele weitere europäische Aktivitäten wurde der Stadt Bocholt, so berichtet Nebelo in seinem Schreiben, am 31. Oktober 2014 die Auszeichnung „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen“ von der NRW-Europaministerin Dr. Angelica Schwall-Düren verliehen.
Studieren, Leben und Arbeiten in der Region
Peter Nebelo fügte dem Schreiben die Broschüre „Studieren, Leben, Arbeiten in der Region“ bei. Auch europäische Aktivitäten und Weiterbildungsmöglichkeiten sind dort aufgelistet.
Ein Presseartikel zu der Ausstellung „Gedenken macht Leben menschlich… - Vergessen macht es unmenschlich“ wurde ebenfalls dem Schreiben beigefügt. Diese Ausstellung fand zum Gedenken an die „Euthanasie“-Opfer jüdischen Glaubens u.a. in Bocholt und Rhede im November dieses Jahres in der St. Georg-Kirche statt.
Einladung nach in die Stadt Bocholt
Mit den besten Wünschen und der Hoffnung, dass sich viele Vorsätze für das Jahr 2015 erfüllen mögen, lädt der Bürgermeister die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Angehörigen ein, die Stadt Bocholt zu besuchen. Dafür gelte weiterhin die Regelung, Besuche von ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens mit einer finanziellen Zuwendung seitens der Stadt Bocholt zu unterstützen.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Europabüro, Partnerschaftsbeauftragte Petra Taubach, Telefon +49 2871 953-328, E-Mail: petra.taubach@mail.bocholt.de