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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 15.01.2015


Internationaler Frauentag mit Gästen aus der Türkei

Iserlohn.

Am Sonntag,  8. März, um 18 Uhr wird die Ausstellung „birlik beraberlik - Frauen machen sich auf den Weg“ im Löbbeckesaal des Parktheaters  eröffnet. Sie bietet in diesem Jahr den Rahmen für die Veranstaltungen der städtischen Gleichstellungsstelle zum Internationalen Frauentag.

Zu sehen sind Fotos und Texte, die im Rahmen des gleichnamigen Projektes der Arbeitsgemeinschaft Iserlohner Frauengruppen in Kooperation mit dem Integrationsrat entstanden sind. Begonnen hat das Projekt im vergangenen Jahr mit der Reise von zwölf Iserlohnerinnen an die türkische Schwarzmeerküste. Ins Deutsche übertragen bedeutet „birlik beraberlik“ so viel wie Verbindung, Gemeinschaft oder Zusammengehörigkeit und beschreibt sowohl das Selbstverständnis der Gruppe als auch das Ziel des Projektes. Die Frauen haben sich auf den Weg gemacht, um neue Erfahrungen zu sammeln, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken, Klischees und Vorurteile zu hinterfragen. Die Schauplätze ihres „Reisetagebuches“ liegen in und um Ayancik, fast 3.000 Kilometer entfernt und dennoch sehr nah an der Waldstadt: Die meisten der aus der Türkei stammenden Iserlohnerinnen haben familiäre Wurzeln in dieser Region am Schwarzen Meer und zumeist noch enge Verbindungen zur „alten Heimat“.

Eine Delegation von Frauen aus Ayancik, die zum Teil auch in der Ausstellung portraitiert werden, sind  um den 8. März herum für einige Tage zu einem Gegenbesuch in der Waldstadt und freuen sich bereits darauf, gemeinsam mit den Iserlohnerinnen den Internationalen Frauentag zu feiern.

Für die passende kulinarische und musikalische Atmosphäre zur Ausstellungseröffnung sorgen die Frauengruppe der Moschee an der Bergwerkstraße mit einem Buffet und die Gruppe „Sevgi und Merhaba“. Dass türkische Musik durchaus auch für europäische Ohren ein Erlebnis ist, das beweist ihre türkische Sängerin mit dem deutschen Pass Sevgi Kahraman schon seit einigen Jahren. Mit ihren drei deutschen Musikern hat sie ein Liederprogramm aus türkischen Kompositionen der Klassik, der traditionellen Folklore und moderner Liedermacher zusammengestellt und teilweise auch mit deutschen Texten versehen.

Am Freitag, 27. März, ist dann um 19 Uhr die Autorin Hatice Akyün für eine Lesung zu Gast im Löbbeckesaal des Parktheaters. Sie lernte Deutsch mit Grimms Märchen und sagt von sich, dass ihr Herz deutsch und ihre Seele türkisch sei. Ihre Kolumne „Meine Heimat“ im Berliner Tagesspiegel ist Kult, für ihren Blog „Neulich in der Parallelwelt“ wurde sie für den Grimme Online Award nominiert und ihr Bestseller „Einmal Hans mit scharfer Soße“ kam 2012 in die Kinos. Sie findet, dass in ihrer deutschen Heimat seltsame, unverständliche, nicht nachvollziehbare und völlig unsinnige Dinge passieren, und manchmal kann sie sich nur mit einem kräftigen Fluch helfen: „Verfluchte anatolische Bergziegenkacke“, lautet denn auch der Titel ihres aktuellen Buches, wobei in der Türkei ein solcher Fluch völlig unbekannt ist. Doch in der Regel versucht Hatice Akyün, den Dingen auf den Grund zu gehen, die Logik oder den Unsinn hinter dem Treiben zu erkennen. Oder sie bittet ihren anatolischen Vater mit seinem unerschöpflichen Schatz an Sprichwörtern um Hilfe. Denn was sie mühsam zu erklären versucht, bringt er mit einem klugen und unkomplizierten Satz auf den Punkt. Und er sagt auch: „Wenn die Wut kommt, geht der Verstand.“

Karten für beide Veranstaltungen sind ab sofort in der Stadtinformation, Bahnhofsplatz 2, erhältlich. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.gleichstellungsstelle-iserlohn.de oder unter Telefon 02371/217-1330.



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Hatice Akyün

Sevgi und Merhaba

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