20. Januar 2015. Kassel (psk). Viel Bewegung ist durch die Umstrukturierung der städtischen Museumslandschaft, durch Neubauten, Umbauten und bevorstehende Umzüge entstanden. Vor diesem Hintergrund wird es nun auch organisatorische und personelle Neustrukturierungen geben. Wie Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen mitteilte, werden das Stadtmuseum und das Naturkundemuseum zukünftig in einer Abteilung „ Städtische Museen“ zusammengefasst, die von Dr. Kai Füldner geleitet wird. Davon seien Synergieeffekten im Hinblick auf den Personaleinsatz, die Organisation und auch bei der Öffentlichkeitsarbeit zu erwarten.
Die Leitung einer neuen Abteilung „Städtische Kunstsammlungen“ wird Dr. Cornelia Dörr übernehmen. Aufgabe wird es sein, die an verschiedenen Orten untergebrachten städtischen Sammlungsbestände wissenschaftlich zu erschließen und zu bearbeiten, insbesondere die Grimm-Sammlung für die Online-Verfügbarkeit zu digitalisieren. Kunsthistorischer Sachverstand, den Frau Dr. Dörr mitbringe, sei für die wissenschaftliche Provenienzforschung, zur Bearbeitung wissenschaftlicher Anfragen sowie für Publikationen notwendig, erklärte OB Hilgen. Bei dem schwierigen Umbau des Stadtmuseums habe sie als dessen Leiterin maßgeblich an der Konzeption der Innenräume mitgewirkt und mit einem Ausweichquartier, der Schaustelle in der Wilhelmsstraße, die Sammlung in der Stadt präsent erhalten.
Weichenstellung für das Stadtmuseum – einem Haus mit Tradition Frische verleihen
Erhebliche Investitionen seien in die Neuorganisation der städtischen Museumslandschaft geflossen, sagte der OB. „Wir wollen die Chance der Wiedereröffnung des Stadtmuseums und der erweiterten räumlichen Möglichkeiten nutzen, um die Weichen neu zu stellen. So können die Dauer- und Sonderausstellungen auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern zu einem Anziehungspunkt für Kasseler und Besucher der Stadt werden. “ Dies entspreche auch dem Wunsch des Vereins „Freunde des Stadtmuseums Kassel e.V.“.
Zudem solle der Rahmen der Dauerausstellung, die bisher bis zum Jahr 1955 reicht, auf 1989 erweitert werden, um auch die Perspektiven der jüngeren deutschen Geschichte einzubeziehen. Geplant sei, die derzeit freie Stelle der stellvertretenden Leitung mit einem Historiker für neuere Geschichte nachzubesetzen.
„Dr. Füldner hat im Naturkundemuseum gezeigt, wie man durch attraktive und pfiffige Ausstellungen sowie unkonventionelle Ideen einem Haus mit Tradition Frische verleihen kann. Das wollen wir auch für das Stadtmuseum erreichen.“
Aufgrund seiner außergewöhnlichen Ausstellungen hat sich das Naturkundemuseum im Ottoneum zu einem Publikumsmagnet entwickelt und kann mit dauerhaft über 80 000 Besucherinnen und Besuchern jährlich große Erfolge verzeichnen.
Die städtische Museumslandschaft ist in Bewegung
Die Stadt möchte mit weitreichenden Modernisierungen zukünftig noch mehr Besucherinnen und Besucher in die städtischen Kultureinrichtungen ziehen. So werden in der interaktiven, erlebnisorientierten GRIMMWELT auf dem Weinberg, geplant ist die Eröffnung im Sommer 2015, die bedeutendsten Exponate der Kasseler Grimm-Sammlung zu sehen sein. Zur Vorbereitung des Umzugs der Ausstellungsstücke ist das ehemalige Brüder Grimm-Museum seit November 2014 geschlossen.
Seit 2010 wird das Stadtmuseum von Grund auf saniert und erweitert. Es soll mit einer neuen Ausstellungskonzeption voraussichtlich Anfang 2016 wiedereröffnen.
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