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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 04.02.2015
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Städtische Galerie Iserlohn lädt zur Führung durch die Ausstellung „Michael Kenna – Retrospektive“ am 6. Februar Die Städtische Galerie Iserlohn, Theodor-Heuss-Ring 24, bietet am Freitag, 6. Februar, um 15 Uhr eine Führung durch die Foto-Ausstellung „Michael Kenna – Retrospektive“ an. Die Einsamkeit und Ruhe, die Michael Kennas Landschaftsaufnahmen so unverwechselbar machen, scheinen im Widerspruch zu seinem rastlosen Leben als Globetrotter zu stehen. Ausstellungen, Lesungen und Signierstunden auf allen Kontinenten stehen in seinem dicht gefüllten Kalender. Er achtet dennoch auf seine „innere Mitte“, und wenn er nachts für mehrere Stunden den Verschluss seiner Kamera offenhält, erlebt er genau jene meditative Stille und hält sie auf seinen Negativen fest, die zu seinem stilbildenden Markenzeichen geworden ist. Michael Kenna, 1953 im Nordwesten Englands geboren, ist einer der renommiertesten zeitgenössischen Landschaftsfotografen weltweit. Er lebt heute mit seiner Familie in Seattle in den USA. Nach wie vor arbeitet er mit einer analogen Hasselblad, bevorzugt die traditionelle, analoge Technik auf Film, die ihm mehr Freiheit lässt und ihn unabhängiger macht. Die kleinen, meist quadratischen Formate, allesamt handabgezogene, selen-getonte Prints, sind delikate Preziosen, die eine faszinierende Atmosphäre, eine grafische Meisterschaft und eine großartige formale Einfachheit besitzen. Nach seiner Ausbildung an der Banbury School of Art wechselte Michael Kenna Mitte der siebziger Jahre an das London College of Printing, um sich professionell mit Fotografie zu beschäftigen. Nach Auftragsarbeiten für international renommierte Firmen (Mercedes, Maserati, Rolls Royce uva.) widmete er sich ganz der Landschaftsfotografie. Die Dunkelkammerarbeit ist bis heute ein wesentlicher und bestimmender Bestandteil seines fotografischen Prozesses geblieben. Neben seinen Vorbildern Bill Brandt, Eugène Atget und Josef Sudek prägte ihn vor allem die Zeit bei Ruth Bernhard. 1977 ging Michael Kenna nach San Francisco, um fast zehn Jahre als Assistent für die amerikanische Fotografin zu arbeiten. Danach rückte immer mehr seine eigene Karriere in den Fokus. Michael Kenna löste sich formal und inhaltlich von seinen Vorbildern und erhob die eigene Stimme, die im Laufe der Jahre immer kräftiger wurde. Heute ist er selber ein Meister mit einer großen Anhängerschaft, dessen stille, poetische Aufnahmen den Betrachter verzaubern und die Seele gefangen nehmen. Michael Kennas Werke entstehen bei ungünstigen Lichtbedingungen. Die Leichtigkeit des Sommers und das helle Licht meidet der Künstler zumindest, ebenso die Flüchtigkeit bewegter Motive. Das Prozesshafte der Aufnahme, das langsame Einschreiben des Lichts auf dem Trägermaterial, korrespondiert stark mit dem persönlichen Erleben der Orte, die Michael Kenna fotografiert. Es handelt sich um spirituell aufgeladene aber auch industriell und kulturell codierte Architekturen und Landschaften, in denen der flüchtige Augenblick keine Rolle spielt. Natürliche und künstliche Strukturen entfalten hier oft seit Jahrhunderten einen eigenen, besonderen Dialog, dem der Fotograf nachspürt. Aufnahmen wie die von den Touristenströmen befreiten Nachtansichten des Mont St. Michel atmen die spirituelle Kraft und Energie des Felsenklosters, die man zu anderen Zeiten kaum mehr erleben kann. Dies findet seine Entsprechung in ähnlichen Aufnahmen buddhistischer Tempelanlagen oder Landschaften in Asien. Selten reist Michael Kenna nur einmal an einen Ort. Bei jeder neuen Begegnung entstehen neue Aufnahmen wie aus einem Strom der Möglichkeiten. Michael Kenna glaubt dabei nicht an das neutrale fotografische Dokument aber an die unbedingte Interpretation der subjektiven Erfahrung in vielen verschiedenen Ansichten. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Iserlohn, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden ist, ist mit über 100 Werken aus allen Schaffensperioden die erste große Überblicksausstellung von Michael Kenna in Deutschland. Alle Interessierten sind herzlich zur Führung eingeladen. Der Eintritt kostet drei Euro (ermäßigt zwei Euro). Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Februar zu sehen. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter den Rufnummern 02371 / 217-1972 und -1963 oder online unter www.galerie-iserlohn.de
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Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten: Kussharo Lake Tree, Study 1, Kotan, Hokkaido, Japan.2002 / © Michael Kenna
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