Dezernentin Janz zum Internationaler Aktionstag „Null Toleranz gegen Genitalverstümmelung“

06. Februar 2015. Anlässlich des Internationalen Aktionstages „Null Toleranz gegen Gentalverstümmelung“, hat Anne Janz, Dezernentin für Jugend, Schule, Frauen und Gesundheit, alle Aktivitäten begrüßt, die sich gegen die menschenrechtsverletzende Praxis weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, kurz FGM) richten. „Je mehr Menschen über die gesundheitlichen und psychischen Folgen dieser Form der Körperverletzung informiert sind, desto größer ist die Chance, betroffenen Frauen und Mädchen zu helfen, potentiell Betroffene zu schützen und eine Ablehnung der Praktiken zu erreichen.“ In vielen Ländern gebe es Gesetze und Aufklärungskampagnen gegen FGM, aber oft seien Traditionen sehr stark. Daher würden sie teilweise auch mit in Länder genommen, in denen die Menschen nach Migration oder Flucht eine neue Heimat gefunden haben. "So kommt es, dass auch in Hessen und Kassel Mädchen und Frauen potentiell von FGM bedroht sind, und auch hier Mädchen und Frauen leben, die FGM erlitten haben."

In Kassel beschäftigen sich aktuell verschiedene Arbeitskreise und aktive Gruppen mit dem Thema. Um über FGM und mögliche Ansätze zur Bekämpfung zu sprechen, hatte es im November eine sehr gut besuchte Veranstaltung gegeben, bei der eine Referentin der Organisation „Frauenrecht ist Menschenrecht “ aus Frankfurt gemeinsam mit einem spezialisierten Gynäkologen berichtete. Beim Projekt in Frankfurt ist es gelungen, mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus verschiedenen afrikanischen Communities zu arbeiten, die Informationen direkt in ihre Gemeinde hineintragen können.

In Kassel ist zunächst eine weitere Veranstaltung für pädagogisches und medizinisches Fachpersonal geplant. Beratung für Betroffene und Fachkräfte bietet das 1. Mädchenhaus Kassel e. V. an. „In Kassel hat die Diskussion zu dem Thema begonnen. Wir werden sie fortführen und weitere Schritte mit Blick auf das Wohl und die Gesundheit der Mädchen und Frauen planen“, so Janz.

Hintergrund:

Das „Inter-African Committee on Traditional Practices Affecting the Health of Women and Children“ (IAC) rief im Jahr 2003 den „Internationalen Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung“ aus, um die Weltöffentlichkeit auf das Problem aufmerksam zu machen. Die seit 1984 bestehende Organisation IAC kämpft seit vielen Jahren mit Aufklärungskampagnen gegen FGM.

Kontakte:

Mädchenhaus Kassel e. V., Telefon 05 61/7 17 85, E-Mail: maedchenhauskassel@web.de

Frauenbüro der Stadt Kassel, Dr. Ute Giebhardt , Telefon 05 61/7 87-70 69, E-Mail: frauenbeauftragte@kassel.de

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