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Hanau, 12. Februar 2015
„So darf man mit Menschen nicht umgehen“
OB Kaminsky erklärt sich solidarisch mit Philipp-Belegschaft

"Sie haben jahrelang, zum Teil jahrzehntelang gute Arbeit geleistet und so zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Da kann es mich nicht kaltlassen, wenn hier jetzt in derart frühkapitalistischer Manier gegen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorgegangen wird.“ Oberbürgermeister Claus Kaminsky machte bei einem Treffen mit der Belegschaft des Hanauer Traditionsbetriebs J. Philipp seine Haltung mit unmissverständlichen Worten deutlich und bestärkte die Anwesenden in ihrer Überzeugung, dass man ein derartiges Vorgehen nicht dulden dürfe. „Wer kämpft kann, verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, ermutigte er die Belegschaft darin, wenn schon nicht für den Erhalt der Arbeitsplätze, so doch zumindest für eine angemessene wirtschaftliche Entschädigung zu streiten. Gerne unterstütze er die Belegschaft, wo immer es möglich sei, betonte der OB und zeigte mit seiner Unterschrift auf der ausgelegten Liste, dass er sich die Forderung  nach ernsthaften Verhandlungen zwischen Unternehmen und Betriebsrat zu eigen mache. „Die finanziellen Voraussetzungen für einen sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau zu schaffen, ist das Mindeste, was die Clinton-Gruppe zu leisten hat.“

Das 1935 gegründete Familienunternehmen an der Hochstädter Landstraße war 2013 von der Clinton-Gruppe übernommen worden, zu der unter anderem auch das bekannte Label „Camp David“ gehört. Zunächst hieß es, dass die Arbeitsplätze in Hanau durch den Eigentümerwechsel nicht in Gefahr seien.

„Wenn dieses Unternehmen jetzt mit einem an Wildwest-Methoden erinnerndes Gebahren gegen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorgeht, dann hat es meiner Ansicht nach moralisch jeden Anspruch auf eine finanzielle Förderung aus Steuergeldern verloren“, ärgert sich Hanaus OB sichtlich darüber, dass die Clinton-Gruppe zunächst mit öffentlichen Zuschüssen in Hoppegarten bei Berlin eine neue Produktionsstätte gebaut hat, um die dort zugesagten Arbeitsplätze dann offensichtlich durch schlichte Verlagerung vom Hanauer Standort zu schaffen.

OB Kaminsky teilt die Vermutung des IG Metall-Bevollmächtigten Robert Weißenbrunner, dass die Clinton-Unternehmensgruppe durch einen erneuten Verkauf und die schnelle Liquidierung des Hanauer Betriebs den Makel einer Insolvenz vermeiden wolle. Die Tatsache, dass ein Großteil der Maschinen bereits demontiert sei, spreche eindeutig dagegen, dass man ernsthaft eine Lösung suche, die die Produktion und damit die Arbeitsplätze in Hanau erhalten könne.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

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Hanaus OB Claus Kaminsky hat bei einem Treffen mit Robert Weißenbrunner (IG Metall) und der Belegschaft der Traditionsfirma J. Philipp seine Solidarität und Unterstützung zugesichert. (Foto: Stadt Hanau)


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