Kassel feierte Stadtgeburtstag in Nordshausen

19. Februar 2015. Unter dem Motto „Einfach märchenhaft“ feierten am Mittwochabend rund 120 Gäste den 1102. Jahrestag der Ersterwähnung Kassels in der Sporthalle Nordshausen. Spätestens seit der 1100 Jahr-Feier im Jahr 2013 ist der Geburtstag Kassels fest im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen erinnerte in seiner Rede an den glanzvollen Festakt im Jahr 2013 und lobte, dass sich aus diesen Anfängen ein neues Selbstbewusstsein und eine lebendige Stadtteilkultur entwickelt haben. „Das ehrenamtliche Engagement in den Stadtteilen kann man gar nicht hoch genug schätzen“, sagte Hilgen. „Sich der Stadtgeschichte bewusst zu werden ist auch für nachfolgende Generationen unerlässlich.“

Für 2015 kündigte Hilgen ein „märchenhaftes Jahr für Kassel“ an. „Mit der Eröffnung der GRIMMWELT auf dem Weinberg und dem Stadtmuseum werden wir die Neuordnung der Kasseler Museumslandschaft weitgehend abschließen können und Kassel als Stadt in der Mitte damit noch attraktiver machen.“

Mit Rapunzel, Trendula und Ritter Dietrich begrüßten Märchenfiguren der Brüder Grimm die Vertreter aus den 23 Kasseler Stadtteilen zu Beginn der Veranstaltung. Moderator Stefan Becker alias Wilhelm Grimm führte charmant durch den Abend. Das Programm hatten Ehrenamtliche aus den Stadtteilen organisiert. Märchenhafte musikalische Akzente setzten dabei zunächst die Gastgeber: Die Tönewerfer aus Nordshausen und der Kasseler Herrenchor unter der Leitung von Petra Wittmer sangen Stücke aus „Die Schöne und das Biest“ und der „Regenbogen“.

Im Anschluss begrüßte Nordshausens Ortsvorsteher Michael Plätzer die Gäste und schlug einen Bogen von Philipp Hoffmeister, der seit 1840 Pfarrer an der Klosterkirche in Nordshausen war, zu den Brüdern Grimm, die zwei seiner Erzählungen in ihre berühmten Kinder- und Hausmärchen aufnahmen. Nordshausen habe sich gern als Gastgeber für den Stadtgeburtstag beworben. „Auch, weil unser Sportverein in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert“, sagte Plätzer.

Claudia Roßkopf, Voluntärin der neuen GRIMMWELT, die in diesem Jahr auf dem Weinberg eröffnet wird, machte im Interview mit Wilhelm Grimm Lust auf das neue Ausstellungformat.

Für weitere musikalische Höhepunkte sorgten die Schülerinnen der Musik- und Tanz AG der Hegelsbergschule aus dem Stadtteil Nord-Holland, das Duo Upper Ground Jazz vom Brasselsberg und Pfarrer Stefan Nadolny aus dem Wesertor mit seinem Märchensong „Bremer Stadtmusikanten“.

Für viele Lacher sorgten Regina Braunewell aus dem Stadtteil Philippinenhof/Warteberg mit ihrer Aschermittwochs-Büttenrede und Carsten Höhre aus Harleshausen mit seinem Vortrag „Im Wald, da sind die Räuber.“

Wie im Jahr 2013 der Staffelstab, das Gesicht Kassels, von Stadtteil zu Stadtteil gereicht worden sei, so solle künftig der Stadtgeburtstag durch die Stadt wandern, erklärte Oberbürgermeister Hilgen.

Zum Abschluss des kurzweiligen Programms meckerten sich Kirchditmolds Zäjenböcke durch den Mundart-Vortrag „Bock auf Kirchditmold“. Kirchditmold wird im kommenden Jahr den 1103. Geburtstag ausrichten.

Hintergrund: Am 18. Februar 913 unterzeichnete König Konrad I. im damaligen Chassalla oder Chassella zwei Urkunden – die ersten schriftlichen Belege für die Existenz Kassels. Ausgehend vom Datum dieser sogenannten Ersterwähnungsurkunden feiert die Stadt Kassel seit dem 1100. Stadtjubiläum im Jahr 2013 jährlich Geburtstag.

Umfassende Informationen zur Geschichte der Stadt Kassel finden Sie im Internet unter http://www.kassel.de/stadt/geschichte/

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