24. Februar 2015.
Vier mal sechs Saiten, einmal zehn Löcher, insgesamt zehn Hände, 100 Finger und natürlich jede Menge guter Musik - das ist die Formel, um den Konzertsaal der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ am Karlsplatz von Freitag, 6. März, bis Sonntag, 8. März, zur Pilgerstätte für alle Liebhaberinnen und Liebhaber der Gitarrenmusik werden zu lassen. Dafür bürgen bei den Kasseler Gitarrentagen schon allein die Namen der beiden Akademiedozenten dieses Instruments, Michael Tröster und Boris Tesic, und ihres ehemaligen Kollegen, Wolfgang Lendle, der bis vor zwei Jahren an der Musikakademie unterrichtete.
Das Eröffnungskonzert am Freitag, 6. März, um 19 Uhr bestreitet das Herkules-Gitarrenduo mit Michael Tröster und Boris Tesic. In der jüngeren Vergangenheit machte es bereits mit zwei CD-Aufnahmen auf sich aufmerksam. Michael Tröster ist übrigens neben der Geigerin Tianwa Yang der zweite Echo-Klassik-Preisträger unter den Dozentinnen und Dozenten der Musikakademie. Sie spielen Werke von Radames Gnatalli, Eduardo Angulo, Mario Castelnuovo-Tedesco und Sergio Assad. Auch eine Eigenkomposition von Michael Tröster wird zu Gehör gebracht, die den beiden Duopartnern sozusagen genau in Finger geschrieben wurde. Boris Tesic besonders am Herzen liegt aber auch ein anderes Werk der Abends, das „Intermezzo“ von Manuel Ponce, das schon seit langem zu seinen absoluten Lieblingswerken zähle.
Wolfgang Lendle, der Grandseigneur der Gitarre in Kassel, ist endlich wieder live im Konzert am Samstag, 7. März, ebenfalls um 19 Uhr zu erleben. Für die Freundinnen und Freunde des virtuosen Gitarrenspiels lässt sein anspruchsvolles Solo-Programm, das vielen Kolleginnen oder Kollegen wohl den Angstschweiß auf die Stirn zaubern würde, keinen Wunsch offen. Er spielt Kompositionen von Heitor Villa-Lobos, Manuel Ponce, Domenico Scarlatti oder Manuel de Falla. Auch an diesem Abend erwartet das Publikum mit Wolfgang Lendles Werk „El Fandango descarrilado" (Der entgleiste Fandango) eine weitere spannende Erstaufführung. Kennern erschließt sich der Ursprung dieses Werks sofort, nimmt Lendle doch Bezug auf eines der bekanntesten Werke für Gitarre im 18. Jahrhundert, dem „Fandango“ aus dem Quintett für Gitarre und Streicher von Luigi Boccherini. Wolfgang Lendle selbst verrät, dass es sich ursprünglich nur um eine Transkription dieses „Evergreens“ der Gitarre handeln sollte. Die Arbeit daran habe sich aber so verselbständigt, dass ein neues Stück entstanden sei. Auf die Reaktion des Publikums darf man sehr gespannt sein.
Das Abschlusskonzert der Kasseler Gitarrentage am Sonntag, 8. März, entführt das Publikum dann auf eine Weltreise nach Südamerika. Das Ensemble „Nos in duo“ ist in Kassel längst schon mehr als ein Geheimtipp. Bei den Brüdern Cristiano und Gabriel Fischer, Gitarre und Klarinette, handelt es sich um zwei Absolventen der Musikakademie, die unter anderem bei Wolfgang Lendle und Michael Tröster studierten. Seit einiger Zeit machen sie mit interessanten und ungewöhnlichen Veranstaltungen auf sich aufmerksam, bei denen sie einen musikalischen Spannungsbogen von der europäisch-klassischen Musik hin zur brasilianischen Volksmusik schlagen. Eins ist gewiss: Die Liebhaberinnern und Liebhaber schmachtender Melodien und heißer Rhythmen werden bei diesem Konzert wohl auf ihre Kosten kommen.
Tagsüber werden Wolfgang Lendle, Michael Tröster und Boris Tesic ihr Wissen und ihre Bühnenerfahrung an Teilnehmerinnen und Teilnehmer des parallel laufenden Meisterkurses weitergeben. Unterstützt werden sie durch Johannes Weber, selbst zwar Violoncellist, aber auch ausgebildeter Alexandertechnik-Lehrer und seit Ende 2014 stellvertretender Direktor der Musikakademie. Er wird mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern intensiv an der Körperwahrnehmung und -haltung arbeiten. Zahlreiche Anmeldungen aus ganz Deutschland liegen bereits vor.
Der Eintritt zu jeder der Veranstaltungen beträgt acht Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu sechs Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Der Konzertpass für alle drei Konzerte kostet 20 Euro beziehungsweise 15 Euro ermäßigt.
Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 0561 / 787 4180, per Fax unter 0561/787 4188 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.
(4754 Zeichen)
Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Stephan Kaiser
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.