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Beisetzung Werner Ruhnaus in der Künstler-Nekropole am 11. April

09. April 2015.

Der bedeutende Theaterarchitekt Werner Ruhnau (u.a. „Musiktheater im Revier“ in Gelsenkirchen) wird am Samstag, 11. April, um 14 Uhr in der Kasseler Künstler-Nekropole am Blauen See öffentlich beigesetzt. An diesem Tag wäre Ruhnau, der am 6. März in Essen verstorben ist, 93 Jahre alt geworden.

Ruhnau hatte, wie alle Künstler der Nekropole, zu Lebzeiten sein eigenes Grabmal dort entworfen. Seine Intention dabei war, dass jeder Lebensvorgang, auch die Bestattung, ein „Festspiel“ sei und als solches eine Bühne bedürfe. Folglich konzipierte der Architekt seine Grabstätte als Amphitheater. 1995 wurde sein „Spielort“ in der Nekropole eingeweiht. Zusätzlich entwarf Ruhnau auch das Ritual, das bei seiner Beisetzung aufgeführt werden soll. Spiel, Musik und Tanz waren und sind dabei zentrale Elemente. Dieses Begräbniszeremoniell probten Ruhnau und seine Lebensgefährten Elisabeth Stelkens seither im Rahmen der Geburtstagsfeiern und luden zu diesen Anlässen immer wieder Interessierte zum Mitspielenan ihren zukünftigen Bestattungsort ein. Auch am Samstag wird deshalb zu einem Trompetenstück des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel ein Schreittanz aufgeführt, der in einem Reigen endet.

Die "Festspiele" an Ruhnaus Grabstätte waren immer besondere Ereignisse. Dabei beeindruckte vor allem die heitere und spielerische Gelassenheit, mit der sich Werner Ruhnau seiner Endlichkeit stellte. Ein letzter Wunsch von ihm steht noch aus: Nach der Beisetzung in das Grabmal soll eine Inschrift eingearbeitet werden mit dem Text: „Das Spiel geht weiter!“

Die Künstler-Nekropole, ein Projekt des 1997 verstorbenen documenta-Künstlers Harry Kramer, wird damit immer mehr zum Friedhof. Marga Blase, die Frau des Kasseler Grafikprofessors Karl-Oskar Blase, fand hier bereits ihre letzte Ruhestätte. Und was viele nicht wissen: Auch Kramer selbst wurde hier bestattet: ganz diskret, ohne Kennzeichnung seiner Grabstätte.

Weitere Informationen zur Künstler-Nekropole Kassel im Internet unter: http://www.kassel.de/kultur/sehenswuerdigkeiten/Bergpark/01925/

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Stephan Kaiser



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