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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 10.04.2015


Lila Salon: „Töchter des Aufbruchs“ - Dokumentarfilm über Lebenswege von Migrantinnen

Iserlohn.

Mit dem Film „Töchter des Aufbruchs“ endet am kommenden Dienstag, 14. April, die Veranstaltungsreihe der städtischen Gleichstellungsstelle rund um die Ausstellung „birlik beraberlik“, die noch bis zum 10. Mai im Löbbeckesaal des Parktheaters zu sehen ist (jeweils eine Stunde vor Einlass zu den Veranstaltungen). Der Dokumentarfilm über Lebenswege von Migrantinnen beginnt am Dienstag, 14. April, um 19.30 Uhr im Varnhagenhaus an der Piepenstockstraße 21.

Zum Inhalt:
„Temporeich und mitreißend nimmt die Rapperin Ebow die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Geschichte von Migrantinnen in Deutschland. Es sind drei Gruppen, mit denen die Filmemacherin Uli Bez gesprochen hat: die klassischen „Gastarbeiterinnen“ der 60er Jahre, die Gruppe der politischen Flüchtlinge, zum Beispiel aus dem Irak oder dem Libanon, und die jungen Frauen, die aus den großmütterlichen und mütterlichen Wurzeln ihre kreative Kraft schöpfen. Mit Charme und Tiefgang erzählen die Frauen ihre oft abenteuerlichen Geschichten. Es sind Geschichten von der beharrlichen Anstrengung, Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Sie verhehlen auch nicht, dass es einen bleibenden Schmerz gibt: wenn die Kinder daheim im Dorf bleiben mussten und heute der Mutter entfremdet sind, wenn die Familie aufgrund der politischen Verhältnisse zerrissen ist, wenn das Gefühl von Heimatlosigkeit nicht verschwinden will. Dennoch - der Aufbruch aus Perspektivlosigkeit oder politischer Verfolgung ist auch ein Ausbruch aus traditionellen Lebenswelten, beflügelt von Freiheitsliebe, Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Demokratie. Es sind kraftvolle Erfolgsgeschichten, gerade wenn die jungen Frauen aus der „Enkelinnenperspektive“ berichten. Mit Leichtigkeit und Scharfsinn rücken sie das Zerrbild von den angeblich schwer Intergrierbaren zurecht, das heute noch in vielen deutschen Köpfen und in den Medien spukt. „Komm mit mir fang an, fang in deinem Land an, denn ich habe Wanderlust…“, singt Ebow.“

Im Anschluss an den Film berichtet Sevgi Kahraman-Brust vom Netzwerk „Wegen der Ehre“ über die Arbeit gegen Zwangsheirat und Gewalt in der Familie im Kreis Unna. Besucherinnen des Frauentages wird der Name vielleicht bekannt vorkommen. Dort hat die engagierte Deutsch-Türkin als Sängerin der Band „Sevgi und Merhaba“ zusammen mit ihren Musikern für orientalische Stimmung gesorgt.

Alle Interessierten sind herzlich zum Lila Salon eingeladen. Weitere Infos gibt es in der Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn, Telefon 02371 / 217-1330, oder im Netz unter www.gleichstellungsstelle-iserlohn.de.



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