Nach mehrstündiger Evakuierung Gasleck in der Hanauer Fahrstraße wieder abgedichtet
Die städtische Hanau Netz Gesellschaft hat am gestrigen Dienstagabend gegen 20.30 Uhr ein Leck in einer Gasleitung abdichten und absichern können, das zur Mittagszeit zuvor durch eine externe Firma beim Breitband-Leitungsbau an der Kreuzung Fahr-/Langstraße verursacht worden war. Am Mittwoch wird das defekte Leitungsstück herausgeschnitten, nachdem es an beiden Enden durch Pfropfen gasfrei gemacht worden ist, und durch ein neues ersetzt. Alle Geschäfte und der Wochenmarkt haben wie gewohnt geöffnet.
Aus Sicherheitsgründen waren am Dienstag Wohnungen und Geschäfte in der Innenstadt zwischen Freiheits- und Marktplatz sowie zwischen Hammer- und Rosenstraße für einige Stunden evakuiert worden, bis der Schaden fürs Erste behoben war. Die Reparatur gestaltete sich als aufwendig, weil die das beschädigte Leitungsstück unter einer 80 Zentimeter dicken Betonschicht liegt und diese aufzumeißeln war.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky dankte als Leiter des Krisenstabs abschließend den mehr als 100 Einsatzkräften der Hanauer Feuerwehren, von Polizei, städtischer Ordnungsbehörde, Rettungskräften von DRK und Johannitern sowie der Hanau Netz Gesellschaft und der Hanauer Straßenbahn (HSB) für das gute Zusammenspiel. Es nötige ihm „allergrößten Respekt“ ab, wie hier in einem mehrstündigen Einsatz „aus einer schlechten Lage das Beste gemacht worden ist“, sagte er.
Dem Bauunternehmer, dessen Firma den Schaden verursachte, bescheinigte er „ein ordentliches Verhalten unter den obwaltenden Umständen“. Es handele sich dabei um ein in Hanau seit Jahren „bewährtes Unternehmen“. Dazu passe, dass es zur Schadensverursachung gleich gestanden und jegliche Hilfe angeboten habe.
Die Stadt Hanau sei zwar nicht für den Schaden verantwortlich, biete aber allen davon Betroffenen ihre unbürokratische Hilfe an. Dafür steht die Leiterin der Zentralen Verwaltung im Rathaus, Birgid Leinweber-Richter, zur Verfügung; sie ist telefonisch unter 06181/295-560 zu erreichen. Leinweber-Richter setzt sich dann mit der Baufirma in Verbindung, so ist es mit dieser ausgemacht.
OB Kaminsky bat um Verständnis dafür, dass Haus- und Wohnungstüren hätten aufgebrochen werden müssen in Einzelfällen, bei denen nicht sicher war, ob sich in diesen Gebäuden nicht noch ein Mensch befand. Dieses Sicherstellungsverfahren gestaltete sich als sehr zeitaufwendig. Für die entstandenen Schäden komme die Stadt selbstverständlich auf. „Hier standen Menschenleben und Sicherheit im Vordergrund“, bat Kaminsky um Verständnis.
Für die Evakuierten hatte die Stadt vorübergehend die Main-Kinzig-Halle geöffnet. Diese konnten sie zu Fuß erreichen oder mit einem Sonderbus der HSB.
Die HSB musste während der Absperrung der Fahrstraße ihre Busse vom und zum Freiheitsplatz umleiten. Das gilt zunächst auch für den Mittwoch, ehe der Schaden an der Gasleitung vollends behoben ist.
Die städtische Ordnungsbehörde hatte am Dienstag über mehrere Stunden das Bürgertelefon geschaltet, um Hilfesuchenden beizustehen.Die Hanau Netz Gesellschaft sorgte in der Nacht zum Mittwoch für regelmäßige Kontrollen an der Schadensstelle.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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