Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 15. April 2015

Quartiersentwicklung #Bocholt: Start im „Quartier Fildeken/Rosenberg“

Bewohner werden befragt

Bocholt (PID).

Seit einigen Monaten wurde im Hintergrund intensiv vorbereitet. Nun nehmen die Stadt Bocholt, der Verein Leben im Alter (LiA) und der Caritasverband für das Dekanat Bocholt im Rahmen der Quartiersentwicklung die Arbeit im Quartier Fildeken/Rosenberg. Dabei startet jetzt eine Befragung der Bewohnerinnen und Bewohner zur Analyse der Bedarfe.

Untersuchung der Quartiere unter Berücksichtigung aller Zielgruppen

Bei den Pilot-Quartieren „Spork“ und „Friedhof-Siedlung“ lag der Schwerpunkt der Quartiersentwicklung noch bei der Zielgruppe Senioren. Im Quartier "Feldmark-West", welches in ca. 4 Monaten starten soll, und im jetzt startenden Quartier "Fildeken/Rosenberg" stehen alle Bewohnerinnen und Bewohner und Lebensbereich im Fokus der Untersuchungen. „Durch die Zusammenarbeit mit LiA, dem Caritasverband für das Dekanat Bocholt und einer im Hintergrund arbeitenden fachbereichsübergreifenden Lenkungsgruppe innerhalb der Stadtverwaltung sind wir jetzt in der Lage weitere Schwerpunkte zu setzen“, erklärt Rainer Howestädt, städtischer Koordinator des Quartiersmanagements.

Um den somit deutlich gestiegenen Aufwand bewältigen zu können, hat hierfür der Verein LiA zusätzliches Personal eingestellt. Der Caritasverband für das Dekanat Bocholt eigens eine eigene Stelle „Quartiersentwicklung“ eingerichtet und mit städtischer Förderung zwei Halbtagsstellen für die Schwerpunktbereiche „Menschen mit Demenz“ und „Menschen mit Behinderung“ geschaffen.

Von städtischer Seite wird durch die Beteiligung des Integrationsbüros der Stadt Bocholt ein besonderes Augenmerk auf die Menschen mit Migrationshintergrund in den Quartieren gerichtet. Zudem ist der Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Sport bereits seit langem im Quartier "Fildeken/Rosenberg" mit verschiedensten Maßnahmen und Projekten stark vertreten.

„Nach einigen umfangreichen internen Vorbereitungen hat sich der Caritasverband für das Dekanat Bocholt mit seinen Ideen zur Quartiersentwicklung selbstverständlich den bereits bestehenden Prozessen von Stadt Bocholt und LiA gerne angeschlossen. Die Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten funktioniert sehr gut und reibungslos“, so Daniel Renzel, Koordinator der Quartiersentwicklung im Caritasverband.

Fragebögen und persönliche Befragungen

Wie auch schon im Quartier Friedhof-Siedlung steht zu Beginn eine Bedarfsabfrage bei den Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers. Je nach anzusprechendem Personenkreis erfolgt dies mit Hilfe von Fragebögen oder durch persönliche Gespräche.

Jörg Geuting, zuständiger Mitarbeiter beim Verein LiA: „In der Vorbereitung haben sich alle am Projekt Beteiligten untereinander abgesprochen, wer welche Aufgabe bei der Bedarfserhebung übernimmt und wer welchen Personenkreis anspricht. Die gemeinsam entwickelten Fragen wurden aufeinander abgestimmt, um später eine möglichst genaue Auswertung zu erhalten und auch allgemein gültige Aussagen über das Quartier herausfiltern zu können.“

In den nächsten Tagen werden nun die nötigen Anschreiben versandt, -zum Teil mit Fragebögen inklusive kostenfreiem Rückumschlag versehen- und die Mitarbeiter der beteiligten Stellen werden persönlichen Kontakt mit Bewohnern aufnehmen. „Aufgrund der Fülle an Themen und der zum Teil nicht genau zu lokalisierenden besonderen Zielgruppen, wie zum Beispiel die Menschen mit Demenz, gehen wir im Quartier Fildeken/Rosenberg dabei stichprobenartig vor“, so Howestädt, „Dadurch erhalten wir zwar keine „wissenschaftlich repräsentativen“ Werte, aber sicher können wir konkrete Bedarfe der Bewohner des Quartiers so sichtbar machen.“ Zudem sind im weiteren Verlauf der Untersuchungen später weitere Maßnahmen wie ein Ideen-Wettbewerb und die Förderung von nachbarschaftlichen Projekten vorgesehen.

Über das Ergebnis der Bedarfserhebung und der Befragungen werden die Bewohner des Quartiers nach erfolgter Auswertung in einem oder mehreren Stadtteilgesprächen informiert.

Lokale Akteure wurden interviewt

Fast abgeschlossen ist eine Interviewserie mit über 40 lokalen Akteuren: Geschäftsleute, Kirchenvertreter, ansässige Ärzte und Vertreter von Organisationen wurden seit Februar interviewt. „Diese lokalen Akteure haben in ihrem Alltag häufigen Kontakt mit den Bewohnern und kennen die Stärken und mögliche Schwächen des Quartiers. Daher ist deren Wissen über das Quartier für uns eine wichtige Quelle“ erklärt Howestädt.

Nächstes Quartier nach den Sommerferien „Feldmark-West“

Der Rat der Stadt Bocholt hatte im Frühjahr 2014 einstimmig entschieden, dass neben dem Quartier "Fildeken/Rosenberg" auch das Quartier "Feldmark-West" in die Quartiersentwicklung aufgenommen wird. Aufgrund der intensiven und umfangreichen Arbeiten bei der Untersuchung eines Quartiers, können nicht beide Quartiere gleichzeitig in Angriff genommen werden. „Daher starten wir dann erst mit einer Verzögerung von ca. 4 Monaten im Quartier Feldmark-West“, so Howestädt.

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