17. April 2015.
Wer in diesem Jahr einmal auf andere Weise in den 1. Mai hineingleiten möchte, dem sei das zweite Dozentenkonzert der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ empfohlen. Statt zum Tanz um den Maibaum sind alle musikliebenden Kasselerinnen und Kasseler am Donnerstag, 30. April, um 19 Uhr zu einem Abend unter dem Motto: „Musik und Genuss“ in den Konzertsaal der Musikakademie am Karlsplatz eingeladen.
Gestaltet wird dieser von den drei Akademiedozenten Michael Kravtchin (Klavier), Peter Gries (Viola) und Jan Harborth (Kontrabass). Sie musizieren gemeinsam mit zwei Gastmusikerinnen, Diana Mykhalevych (Violine) und Tatiana Gracheva (Violoncello). Kennern der Kammermusik wird aufgrund der genannten Instrumente spätestens jetzt klar sein, wie das Hauptwerk des Abends heißt: Zur Aufführung gelangt nämlich eine der wohl bekanntesten und meistgespielten Kompositionen Franz Schuberts, das sogenannte „Forellenquintett“. Da die Fortsetzung des Mottos dieses Konzertabends aber lautet: „Die Forelle sowie andere musikalische und sensorische Kostbarkeiten“, so darf sich das Publikum noch auf ein weiteres Werk der Kammermusik freuen. Es erklingt ein Klaviertrio (in der Besetzung mit Klavier, Violine und Violoncello) der französischen Komponistin Louise Farrenc.
Im Anschluss an dieses Programm lädt der Veranstalter des Abends, Fmaks, die Fördergesellschaft der Musikakademie Kassel „Louis Spohr“, noch dazu ein, bei einem Glas Wein oder einem anderen Getränk mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen und auf einen hoffentlich schönen Sommer anzustoßen.
Veranstaltungspartner ist die vor 25 Jahren durch die Kasseler Künstlerin Christel Nies ins Leben gerufene Reihe „Komponistinnen und ihr Werk“. Für ihr Engagement zugunsten einer Wiederentdeckung und -aufführung zu Unrecht vergessener Komponistinnen erhielt Christel Nies mehrfach Preise und Auszeichnungen durch die Stadt Kassel und das Land Hessen. Zuletzt verlieh ihr Oberbürgermeister Hilgen im Jahr 2014 die „Goldene Ehrennadel der Stadt Kassel“.
Das Programm im Einzelnen:
Louise Farrenc (1804-1875): Trio für Violine, Violoncello und Klavier e-Moll, op. 45 (Allegro deciso/Andante/Scherzo.Vivace/Presto); Franz Schubert (1797-1828): Quintett für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass A-dur, opus post. 114, D 667 „Forellenquintett“ (Allegro vivace/Andante/Scherzo.Presto/Thema.Andantino-Variazioni I-V-Allegretto/Finale. Allegro giusto).
Zu den Künstlern:
Informationen zu den Akademiedozenten Michael Kravtchin, Peter Gries und Jan Harborth finden Sie auf der Homepage der Musikakademie unter: http://www.kassel.de/miniwebs/musikakademie/03243/index.html
Diana Mykhalevych wird 1991 in der Ukraine geboren, die Tradition einer Geigerfamilie fortsetzend, verliebte sie sich bereits im Kindesalter in ihre Geige. Ersten Unterricht erhält sie bei ihrer Mutter, um dann an die berühmte Stoliarsky-Schule in Odessa zu wechseln. Dort wird sie Schülerin von Zoya Mertsalova, der Lehrerin von Juri Bashmet. Bereits mit zwölf Jahren nimmt sie ihre erste CD auf mit Musik der verschiedenen Völker Europas. Es folgten Auftritte in Musikzentren in der Ukraine und Polen. Als Wunderkind spielt sie bei einer Konzertreise in Italien vor einem begeisterten Publikum. Mykhalevych gewinnt mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben und entscheidet sich, ihr Studium in Paris am Conservatoire Supérieur bei Prof. Michael Hentz fortzusetzen. Sie konzertiert in Frankreich, Spanien und Deutschland. Ihre Konzerte begeistern Publikum und Presse. Seit 2014 ist sie Mitglied des Orchestre national d'Île-de-France.
Tatiana Gracheva, russische Violoncellistin, wird in eine Musikerfamilie hineingeboren. Schon in jungen Jahren wird ihr Talent erkannt und an der berühmten Gnessin-Akademie in Moskau gefördert. Um ihren kulturellen und musikalischen Horizont zu erweitern, entscheidet sie sich ihre Ausbildung am Conservatoire National de Paris zu vervollkommnen. Sie studierte dort bei Roland Pidoux und Marc Copai. Sie ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und konzertiert auf großen Podien wie dem Saal des Tschaikovsky Konservatoriums in
Moskau, St. Petersburg und in Paris. Sie tritt auf beim GAIA-Festival in Thun (Schweiz), Musikfest Santander (Spanien) und dem CONSONANCES Festival in Saint Nazaire (Frankreich) auf. Unter ihren Musikpartnern finden sich Sophia Goubaidoulina, Vladimir Tonha, Philippe Grafin, Franz Helmerson, Hans-Jörg Schellenberger u.a. Als Solistin tritt sie mehrfach mit Symphonieorchestern in Russland auf. Sie widmet sich mit Hingabe auch der Kammermusik und studierte mit ihrem Klaviertrio bei Itamar Golan in Paris. Nach einer Saison beim Badischen Staatstheater Karlsruhe wird sie ab Mai Mitglied im Stadttheater Gießen.
Der Eintritt beträgt acht Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu sechs Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Empfohlen wird eine telefonische Reservierung der Karten bei der Musikakademie unter 0561 / 787 4180, per Fax unter 0561/ 787 4188 oder per E-Mail unter musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.
Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Stephan Kaiser
Stadt Kassel
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