21. April 2015.
Unter einem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Motto steht das vierte Dozentenkonzert am Mittwoch, 6. Mai, ab 19 Uhr im Konzertsaal der Musikakademie am Karlsplatz: Alberto Bertino (Klavier), Ingo Geppert und Susanne Berendes (Violinen), Peter Gries (Viola) und Emanuel Wehse (Violoncello) laden ein zu „Strani incontri - seltsame Begegnungen“. Für Emanuel Wehse, ARD-Preisträger und Cellist des international bekannten Morgenstern-Trios, ist dieser Abend gleichzeitig sein erster Auftritt bei einer Veranstaltung der Musikakademie. Seit April 2015 unterrichtet er als Nachfolger von Wolfram Geiss Violoncello an der traditionsreichen Kasseler Bildungseinrichtung.
Auf dem Programm des Abends stehen zwei Werke, deren Komponisten eigentlich für die große, sinfonisch besetzte Musik bekannt sind: Gustav Mahlers Klavierquartett, a-Moll, und Max Bruchs Klavierquintett, g-Moll.
So viel sei schon verraten: Die Freunde der klassischen Musik werden erstaunt sein, wie diese beiden Spätromantiker ihre großangelegten Spannungsbögen und den unverkennbar opulenten Klang ihrer jeweiligen Tonsprache auch in einer kleinen Besetzung verwirklichten. Mahler, immerhin auch einmal 2. Kapellmeister am Kasseler Theater, schuf sein einsätziges Klavierquartett als 16-Jähriger während seiner Ausbildungszeit am Wiener Konservatorium. Das Werk kommt zwar noch etwas jugendlich ungestüm daher, ist aber von einer atmosphärischen Dichte, die bereits den späteren Meister der langsamen Sätze erkennen lässt. Max Bruch schrieb hingegen das erste seiner beiden Klavierquintette wesentlich später in seinem Leben: 1896 war er bereits Ende 40. Es entstand wohl für einen eher privaten Anlass der Hausmusik und wurde zu Lebzeiten nicht verlegt. Das jedoch sagt nichts aus über die Qualität der Komposition, die vielmehr alle fünf Instrumente zu einem sehr klangdichten und volltönigen Satz verwebt.
Auf diese musikalische Entdeckungsreise wird das Publikum durch Oliver Fürbeth begleitet, der seit vielen Jahren das Fach Musikgeschichte an der Musikakademie lehrt. Mit seinen sachkundigen und wortwitzigen Konzertmoderationen gelang es ihm in den vergangenen Jahren, eine eigene Fangemeinde unter den Konzertbesucherinnen und -besuchern der Musikakademie aufzubauen. Informationen zu den Ausführenden auch unter: http://www.kassel.de/miniwebs/musikakademie/03243/index.html.
Der Eintritt beträgt acht Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu sechs Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Der Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Empfohlen wird eine telefonische Reservierung der Karten bei der Musikakademie unter 0561 / 787 4180, per Fax unter 0561/ 787 4188 oder per E-Mail unter musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.
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