documenta-Archiv Kassel soll künftig zur documenta-GmbH gehören

Um die Bedeutung des einzigartigen documenta-Archivs in Kassel zu stärken, soll es von der Stadtverwaltung zur documenta-GmbH überführt werden. Unter deren Dach soll das Archiv zu einem documenta Institut weiterentwickelt werden. Die Stadt Kassel und das Land Hessen haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung vorbereitet.

05. Mai 2015. Die Stadt Kassel strebt seit längerem an, die documenta auch zwischen den Ausstellungsjahren im öffentlichen Bewusstsein zu halten und Kassel als Ort zeitgenössischer Kunst bzw. Kunstforschung zu profilieren. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das städtische documenta-Archiv in die „documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH“ überführt werden. Dem hat am Montag der Magistrat zugestimmt. Dieser bittet jetzt die Stadtverordnetenversammlung, ebenfalls so zu beschließen.

Ab dem 1. Januar 2016 soll das documenta-Archiv seine Arbeit unter dem Dach der documenta-GmbH fortführen. Das Land Hessen hat ab diesem Zeitpunkt eine jährliche Förderung von 500.000 Euro in Aussicht gestellt. Auch die Stadt Kassel wird das documenta-Archiv ab dem Jahr 2016 jährlich mit einem Betrag in Höhe von maximal 500.000 Euro fördern.

„Die durch das Land in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung hilft, der internationalen Bedeutung der einzigartigen Institution documenta-Archiv gerecht zu werden und es in Kooperation mit der Universität Kassel zu einem documenta-Institut weiterzuentwickeln“, erklärt Kassels Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen. Aufgrund der Neustrukturierung könne das Archiv die Standards einer wissenschaftlichen Institution so erfüllen, wie es bislang kaum möglich gewesen sei. Hilgen: „Wir haben jetzt die einmalige Chance, dem documenta-Archiv die Bedeutung zu geben, die es verdient hat.“

Hintergrund:

Das documenta-Archiv wurde im Jahr 1961 von der Stadt Kassel als Abteilung des städtischen Kulturamtes gegründet. Nach jeder documenta erschließt das documenta-Archiv das im Laufe der Vorbereitungen für die jeweilige Ausstellung entstandene Material und macht es öffentlich zugänglich. Dazu gehören Korrespondenzen, Zeitungsausschnitte, Einladungskarten, Ausstellungspläne sowie Bild- und Tonmaterial. Umgekehrt greifen die jeweiligen künstlerischen Leitungen der documenta auf das aufbereitete Material im documenta-Archiv zurück, um sich auf „ihre“ documenta vorzubereiten.

Durch den kontinuierlichen Aufbau seines Literatur- und Medienbestandes zählt das documenta-Archiv zu den umfangreichsten deutschen Dokumentationszentren für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.documentaarchiv.stadt-kassel.de abrufbar.

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