Die Ganztags-Betreuung an Kasseler Grundschulen soll ausgebaut werden. Möglich macht das der „Pakt für den Nachmittag“ – eine Kooperation des Landes Hessen und der Stadt Kassel. Dadurch kann an 13 Kasseler Grundschulen künftig an fünf Nachmittagen eine Betreuung bis 17 Uhr angeboten werden. Bislang gab es diese nur an drei Tagen.
19. Mai 2015. Die Stadt Kassel wird zum Schuljahr 2015/16 den „Pakt für den Nachmittag“ umsetzen. Dadurch können mehr Grundschulkinder in Kassel am Nachmittag betreut werden. Und das nicht nur an drei Tagen – wie bisher – sondern ab September an allen fünf Tagen in der Woche. „Die Betreuungszeit geht in Kassel an jedem Schultag verlässlich bis 14.30 Uhr und wird ergänzt durch ein Hortangebot bis 17 Uhr. Das ist wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erläutert Kassels Schul- und Jugenddezernentin Anne Janz. „Bildungsbenachteiligten Kindern ermöglicht der Pakt für den Nachmittag zusätzliche Förderung und bessere Teilhabechancen durch die Ganztagsangebote.“
Der Pakt für den Nachmittag ist ein integriertes Kooperationsmodell für Bildung und Betreuung an Grundschulen. Danach gestalten das Land und die teilnehmenden Kommunen als Träger der Schulen und der Jugendhilfe den Ganztag an Grundschulen gemeinsam. Das Land Hessen stellt den teilnehmenden Schulen zusätzliche Stellen und Geld für den Ganztag zur Verfügung. Im Gegenzug stellen die Kommunen Mittel der Jugendhilfe bereit. Der Magistrat der Stadt Kassel hat gestern dieser Kooperation zugestimmt.
„Bereits seit Beginn des Schuljahres 2014/15 ist Kassel eine von sechs Pilotregionen im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“. Unter Federführung des Hessischen Kultusministeriums wurde eine Rahmenvereinbarung erarbeitet, die ab dem Schuljahr 2015/16 Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kassel und dem Hessischen Kultusministeriums sein soll. Umgesetzt werden soll der „Pakt für den Nachmittag“ in den Pilotregionen ab 1. September 2015. Nach zwei Jahren werden die Erfahrungen ausgewertet werden. Es ist geplant, den „Pakt für den Nachmittag“ danach in den Regelbetrieb zu überführen.
In Kassel erfüllen 13 Grundschulstandorte die Voraussetzungen und haben sich für eine Teilnahme am „Pakt für den Nachmittag“ ab dem Schuljahr 2015/16 entschieden:
Schule Brückenhof-Nordshausen , Friedrich-Wöhler-Schule, Schule Schenkelsberg, Grundschule Waldau, Grundschule Bossental, Fridtjof-Nansen-Schule, Losseschule, Schule Am Wall, Ernst-Leinius-Schule, Fasanenhofschule, Hupfeldschule, Schule Königstor, Valentin-Traudt-Schule.
Weitere Grundschulstandorte können aufgenommen werden, wenn die Voraussetzungen für eine Aufnahme in den Ganztag erfüllt sind.
Im Kasseler Konzept gestalten Schule und die Horte der Jugendhilfe den Ganztag gemeinsam und werden durch geeignete Fachkräfte der sozialen Arbeit unterstützt. „Mit der Zusammenarbeit von Schule und Horten an ganztägig arbeitenden Grundschulen haben wir in den vergangenen Jahren bereits gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Schul- und Jugenddezernentin Anne Janz.
Die Teilnahme am „Pakt für den Nachmittag“ sichert mehr Verbindlichkeit und zusätzliche Mittel des Landes für den Ganztag. Janz: „Davon profitieren die Kinder, die Eltern, aber auch die Kommune, denn die Nachfrage nach Hortplätzen ist in den vergangenen Jahren ständig gestiegen.“ An ganztägig arbeitenden Grundschulen kann ein Teil dieses Bedarfs über den Ganztag gedeckt werden. Zur Zeit sind bereits mehr als 1600 Grundschulkinder im Ganztag angemeldet. Durch die geplante Ausweitung des Angebots von drei auf fünf Nachmittage wird diese Zahl sicher weiter steigen, so Janz.
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