Dr. Jürgen Barthel wechselt nach 24 Jahren Tätigkeit als Kämmerer der Stadt Kassel in den Ruhestand. Seit seinem Amtsantritt 1991 hat sich Kassel prächtig entwickelt. Persönlich ist Barthel besonders stolz auf zwei verwirklichte Projekte.
29. Mai 2015. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Dr. Jürgen Barthel, der nach 24 Jahren Tätigkeit als Kämmerer der Stadt Kassel in den Ruhestand wechseln wird. Zwar freut sich der 63-Jährige, künftig mehr Zeit für Hobbys und Reisen zu haben. Es sei aber auch Wehmut dabei, da er immer viel Herzblut in seine Aufgaben gesteckt habe und die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern doch vermissen werde, erklärt der langjährige Stadtkämmerer.
Seit seinem Amtsantritt im Jahr 1991 zur Wendezeit habe sich Kassel prächtig entwickelt, sagte Dr. Jürgen Barthel. „Man muss nur allein die Arbeitslosenquote oder die Gewerbe- und Einkommenssteuerzahlen von damals mit heute vergleichen. Das alles hat dazu beigetragen, dass auch die Stadt und die Menschen, die hier leben, viel selbstbewusster geworden sind.“
Er persönlich sei besonders stolz auf zwei Projekte, an denen er maßgeblich mitgearbeitet hat und die in diesem Zeitraum verwirklicht worden sind. Eigentlich seien es laut Barthel sogar fünf. Zähle man die Erschließung ‚Langes Feld‘ zum künftigen Gewerbegebiet, die verbesserte Infrastruktur und Wirtschaftsentwicklung der Region durch den Ausbau des Flughafens sowie die geschaffenen strukturellen Veränderungen der Gesundheit Nordhessen Holding hinzu. Barthel: „Insbesondere aber bin ich glücklich darüber, dass wir zum einen den Bau des kombinierten Auebades am Fuldaufer verwirklicht haben. Ich habe lange für das Projekt an diesem Standort geworben. Die guten Besucherzahlen zeigen, dass die Menschen das Bad von Anfang an angenommen haben. Eine weitere wegweisende Entscheidung für die Stadt ist der Bau des Science Parks – das neue Campus Center unserer Universität. Ich bin sicher, dadurch wird Kassel noch mehr Impulse für Wachstum und Beschäftigung bekommen.“
Auch als Sozialdezernent hat Barthel - der diesen Bereich seit dem Jahr 2004 führte - immer das Bestreben gehabt, mit dem bewährten Grundsatz des Förderns und Forderns vor allem noch mehr jungen Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Barthel: „Es muss immer unser Anspruch sein, Mitbürgerinnen und Mitbürger, die arbeitslos sind, in ein Beschäftigungsverhältnis bringen. Das erhöht das Selbstwertgefühl und ermöglicht eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.“
Kassel bleibt auch künftig sein Lebensmittelpunkt, berichtet der scheidende Stadtkämmerer. Gemeinsam mit Ehefrau Elke lebe er gerne hier, sie identifizieren sich mit der Stadt und schätzen ihr soziales Umfeld. Barthel: „Kassel hat eine Menge zu bieten. Vor allem kulturell und landschaftlich. Wir freuen uns auf die kommende Zeit.“ Auch ein längerer Urlaub in Asien sei fest eingeplant.
Heute hat Dr. Jürgen Barthel seinen letzten Arbeitstag im Büro. Offiziell endet die Amtszeit des promovierten Wirtschaftswissenschaftlers am 31. Juli 2015. Nachfolger als neuer Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Soziales wird Christian Geselle.
Werdegang Dr. Jürgen Barthel:
Dr. Jürgen Barthel wurde 1952 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur studierte er Volkswirtschaftslehre in Hamburg und Frankfurt am Main, wo er im Februar 1982 am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften seine Promotion ablegte. Im Anschluss daran war Barthel für sechs Monate beim Wirtschafts- und Sozialausschuss der EG in Brüssel beschäftigt, bevor er im September 1982 zur Deutschen Bank AG wechselte. Von Juli 1988 bis zu seinem Dienstantritt bei der Stadt Kassel war er als wirtschaftspolitischer Referent beim SPD-Parteivorstand in Bonn tätig.
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Dr. Jürgen Barthel (rechts im Bild) und sein Nachfolger im Amts des Stadtkämmerers Christian Geselle. Foto: Sascha Stiebing
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