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Bildungsfahrt des Stadtrates nach Thüringen - u.a. Besuch der Gedenkstätte Buchenwald
Ziel ist die Verbesserung der Kommunikation nach der Kommunalwahl 2014 - Ratsmitglieder zahlen die Unterkunftskosten selbst
02. Juni 2015. Der Rat der Stadt Borken macht vom 03. bis 7. Juni 2015 eine Bildungsfahrt nach Thüringen. Die Fahrt soll nach der letztjährigen Kommunalwahl die Kommunikation zwischen den Mitgliedern des Rates, den Ortsvorstehern, der Geschäftsleitung der Stadtwerke Borken/Westf. GmbH und der Verwaltung - abseits des politischen Alltags - verbessern. Bürgermeister Rolf Lührmann ließ es sich nicht nehmen, seine letzte Ratsfahrt und das Programm größtenteils selbst zu organisieren.
Die Gruppe mit rund 35 Personen ist in Weimar untergebracht. Die Unterkunftskosten werden dabei von den Ratsmitgliedern selbst getragen. Im Haushalt der Stadt Borken ist unter dem Produkt "01.01.01 Politische Gremien" bei dem Sachkonto "Sonstige Kosten für Rat und Ausschüsse" ein Betrag von 13.000 Euro als maximaler Zuschuss für die Ratsfahrt angesetzt.
Weimar ist vor allem für ihr kulturelles Erbe bekannt und war 1999 Kulturhauptstadt Europas. Dort sind Besichtigungen der UNESCO-Welterbestätten, des Goethe-Nationalmuseums und des Goethe-Wohnhauses geplant.
Weiterhin soll das Kyffhäuserdenkmal besichtigt werden. Das auch als Barbarossadenkmal bezeichnete Denkmal ist ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal im Kyffhäusergebirge im Gelände der ehemaligen Reichsburg Kyffhausen in der Gemarkung von Steinthaleben im thüringischen Kyffhäuserkreis. Eine Besichtigung der Wartburg in Eisenach steht ebenfalls auf dem Programm. Sie wurde um 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe. In Erfurt wird man das Rathaus, die Krämerbrücke und das Augustinerkloster besichtigen.
Ein Höhepunkt der nachdenklichen Art wird der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald. Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt, darunter 11.800 Juden. Das Konzentrationslager Buchenwald wurde am 11. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit.
Zum Programm gehört natürlich auch ein Besuch des deutschen Nationaltheaters. Hier verkündete am 11. August 1919 der damalige Reichspräsident Friedrich Ebert vom Balkon aus die Verfassung des ersten demokratischen Staates auf deutschem Boden.
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:
Bildungsfahrt des Stadtrates nach Thüringen - u.a. Besuch der Gedenkstätte Buchenwald

Nach der Vereidigung des Reichspräsidenten Friedrich Ebert (21. August 1919)
(Bundesarchiv, Bild 146-1978-042-11 / Sennecke, Robert / CC-BY-SA)
Bildinformationen
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