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Magdeburg, 02. Juni 2015
Nach Auffälligkeiten bei Grabaushub: Bodenproben vom Ostfriedhof als unbedenklich eingestuft
Ergebnisse liegen vor

Nachdem beim Aushub eines Grabes im südöstlichen Bereich des Ostfriedhofs Mitte Mai Unregelmäßigkeiten aufgetreten waren, kann nun Entwarnung gegeben werden: Die vom zuständigen Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg beauftragten Analyse von  Bodenproben zeigen keine Auffälligkeiten durch Formaldehyd. Nach Einschätzungen des Umweltamtes sind Maßnahmen zur Gefahrenabwehr aus bodenschutzrechtlicher Sicht nicht erforderlich, da kein nennenswertes Gefahrenpotenzial gegeben ist.

 

Zwar  liegen dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg keine Informationen bezüglich der ursprünglichen Flächennutzungen und der damaligen Prüfung des südöstlichen Teilbereiches des Ostfriedhofs vor, doch lässt sich der angenommene Verfüllungsbereich aufgrund der bisherigen Erfahrungen bei Grablegungen im Umfeld relativ genau eingrenzen. In diesem Zusammenhang soll die Nutzung der Fläche zukünftig den Bedingungen angepasst werden.

 

Da der Besuch und die Bestattungen auf diesem Areal aufgrund der Bodenproben als unbedenklich einzustufen sind, kommt es hier für Angehörige zu keinen weiteren Einschränkungen. Jedoch soll durch eine Nutzungsanpassung verhindert werden, dass die vorhandenen Auffüllungen angeschnitten werden. Daher werden in diesem Bereich des Ostfriedhofs bei Neuvergaben von Nutzungsrechten an Grabstätten zukünftig ausschließlich Urnenbeisetzungen vorgenommen. Diese erfordern lediglich eine Beisetzungstiefe von 80 cm.

 

Zwar sind laut Umweltamt weitere „auffällige" Funde nicht zwingend zu erwarten jedoch auch nicht gänzlich auszuschließen. Daher sollte – so die Empfehlung - zukünftig von Erdbestattungen in diesem Bereich Abstand genommen werden. Beim Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg kann Einsicht in den offiziellen Prüfbericht genommen werden.

 

 

Hintergrund

Nach Rücksprache mit der Unteren Bodenschutzbehörde hatte der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg Bodenuntersuchungen mit entsprechenden Bodenanalysen innerhalb der Grabstätte sowie in ihrem Umfeld beauftragt. Insgesamt wurden in vier Bereichen sieben Bodenproben entnommen.

 

Am 15. Mai 2015 waren den Mitarbeitern des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg beim Ausheben einer Grabstätte ab rund 1,80 m Tiefe stoffliche und geruchliche Besonderheiten aufgefallen. An einem Bruchstück einer Glasflasche konnte durch das Institut der Feuerwehr Formaldehyd (Formalin) als kristallisierter Rückstand nachgewiesen werden. Weitere Teile der Flasche wurden nicht gefunden.

 

Gasförmiger Formaldehyd in der Luft wurde mit dem entsprechenden Prüfröhrchen nicht nachgewiesen. Der betroffene Bereich wurde abgesperrt.

 

Entgegen der medialen Berichterstattung konnte in Abstimmung mit den Hinterbliebenen kurzfristig eine neue Grabstätte für die Bestattung ausgewählt werden. Damit wurde eine Verzögerung der Trauerfeierlichkeiten vermieden.



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