Kreis Steinfurt. Wie steht es um die Natur in Deutschland, wie viel Leben birgt das Grün vor der eigenen Haustür? Diesen Fragen geht das Magazin GEO alljährlich beim GEO-Tag der Artenvielfalt nach. Der Kreis Steinfurt und die Biologische Station beteiligen sich in diesem Jahr im Rahmen des Hotspot-Projekts „Wege zur Vielfalt“ an der Aktion. Am Sonntag, 14. Juni, soll dabei das Gebiet um das Kloster Bentlage in Rheine genauer unter die Lupe genommen werden.
Die Idee des GEO-Tags der Artenvielfalt ist es, in einem begrenzten Gebiet möglichst viele Tiere und Pflanzen zu entdecken – und damit zu zeigen, dass es Vielfalt auch vor der eigenen Haustür gibt.
Auch die sieben Verbundpartner des Projekts im Hotspot 22 „Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand“ folgen dem Aufruf zur Inventur der Natur. Schließlich werden viele interessierte und engagierte Leute benötigt, um das Ziel - die Förderung und Vernetzung der artenreichen Lebensräume der Region - zu erreichen.
Ein etwa 1000 km² großes Gebiet in der nördlichen Westfälischen Bucht und im südlichen Emsland ist einer von 30 „Hotspots der biologischen Vielfalt“ in Deutschland. Dort gibt es besonders viele seltene Tier- und Pflanzenarten und wertvolle Lebensräume. Charakteristisch für den Hotspot 22 sind nährstoffarme Sandstandorte: Heiden, Moore und blütenreiche Wegesäume, aber auch Fließgewässer und Heideweiher. Da der Hotspot 22 sich über zwei Bundesländer und vier Landkreise erstreckt, haben sich für das Projekt sieben Verbundpartner zusammengetan. Am Tag der Artenvielfalt wird jeder Verbundpartner eine Aktion in seinem Umfeld durchführen.
Der Kreis Steinfurt und die Biologische Station des Kreises widmen sich am 14. Juni von 10 bis cirka 14 Uhr der Artenvielfalt in Bentlage. „Die alte Kulturlandschaft rund um das Kloster ist noch sehr vielfältig“, sagt Hartmut Storch von der Biologischen Station. Tier- und Pflanzenexperten werden vor Ort sein, um sich gemeinsam mit interessierten Besuchern auf Entdeckungsreise zu begeben. Es gehe aber nicht darum, möglichst viele Arten nachzuweisen, wie Projektleiterin Esther Susewind von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises betont: „Die Erlebnisse zählen mehr als die Ergebnisse. Ziel der Aktion ist es, den Blick für den Artenreichtum im eigenen Umfeld zu schärfen und die oftmals faszinierenden Lebensformen neu zu entdecken.“
Treffpunkt ist der Parkplatz am NaturZoo Rheine (Weihbischof-Dalhaus-Straße). Hier finden Interessierte die Ansprechpartner am Ende des Parkplatzes an der Informationstafel mit dem Übersichtsplan des Erholungsgebietes Rheine-Bentlage. Anmeldungen sind bis Donnerstag, 11. Juni, möglich bei Esther Susewind (E-Mail: esther.susewind@kreis-steinfurt.de, Telefon 02551/ 69 1423). Verpflegung sollten die Teilnehmer selber mitbringen.
Näheres zum Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ gibt es im Internet unter www.wege-zur-vielfalt.de. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert. Mehr Infos zum GEO-Tag der Artenvielfalt unter www.geo.de/artenvielfalt.