Dozenten im Konzert: "Esterházy"

10. Juni 2015. Zu einem musikalischen Ausflug an den prachtvollen Hof des ungarischen Großfürsten Nikolaus der Prächtige, laden die Dozenten Dr. Peter Gries (Violine & Viola), Michael Kravtchin (Klavier) und Johannes Weber (Violoncello) zusammen mit ihrer Kollegin Laura Frey (Baryton) sowie Christiane Schmidt (Violine, als Gast) für Montag, 15 Juni, um 19 Uhr in den Konzertsaal der Musikakademie Kassel am Karlsplatz ein. Mit dieser Veranstaltung setzt die Musikakademie ihre den verschiedenen europäischen Residenzstädten im Zeitalter des Barock gewidmete Veranstaltungsreihe fort. Der Großfürst unterhielt seinen Hof in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Schloss Esterházy bei Eisenstadt.

Der Eintritt zu der Veranstaltung beträgt 8 Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu 6 Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises.

Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 0561 / 787 4180, per Fax unter 0561 / 787 4188 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.

Esterházy war ohne jeden Zweifel der wohl imposanteste Schlossneubau in Österreich-Ungarn nach 1700. Zeitgenossen munkelten sogar, dass die Hofhaltung dort während der Sommermonate sogar jene am kaiserlichen Hof Maria Theresias in Schönbrunn übertraf, was ihrer Majestät, der Kaiserin, keineswegs verborgen blieb. Da der ungarische Magnat (Großfürst) aber für sie in den schwelenden Auseinandersetzungen zwischen den deutsch- und ungarischsprachigen Landesteilen ein unverzichtbarer Verbündeter war, dudelte sie dessen Punktsucht notgedrungen. Nach Nikolaus‘ Tod war das Fürstentum allerdings so gut wie bankrott, sodass sein Nachfolger umgehend Sparmaßnahmen einleiten musste.

Zur Hofhaltung gehört auch eine ziemlich groß besetzte Hofkapelle, an deren Spitze fast dreißig Jahre lang Joseph Haydn stand. Für sie komponierte er Opern, Sinfonien, aber auch Kammermusik. Als treuer Diener hatte er natürlich auch das Lieblingsinstrument seines Fürsten im Auge: den Baryton. Der Viola da Gamba verwandt, wird der Baryton ebenfalls auf den Knien gehalten. Das Besondere sind die auf der dem Publikum abgewandte Seite im Hals des Instruments versteckten Saiten, die beim Spielen mit dem Daumen gezupft werden können, sodass sie wie von unsichtbarer Hand gespielt erscheinen. So sehr Nikolaus der Prächtige seinen Kapellmeister auch schätzte und ihm ein für seine Zeit ungewöhnlich hohes Jahressalär vertraglich bis an dessen Lebensende zusicherte, als ihm Haydn einmal übermütig nach nur sechs Wochen Übung auf dem Baryton vorspielte, beschied er ihm, er solle dieses Projekt doch lieber aufgeben und bei seinen angestammten Instrumenten, dem Klavier und Violine vornehmlich, und der Komposition bleiben.

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