16. Juni 2015. Die Bratsche, die gemeinhin weniger bekannte große Schwester der Geige, steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Musikakademie der Stadt Kassel "Louis Spohr" unter dem Titel „Sonor“ am Montag, 22. Juni. Beginn ist um 19 Uhr im Konzertsaal der Musikakademie am Karlsplatz. Der Eintritt ist frei.
Von ihrer kleinen Anverwandten trennen die Bratsche genau fünf Töne – genau eine Quinte, um die sie tiefer gestimmt ist als die Geige. Aber diese fünf haben es in sich, denn durch sie wird der Klang dieses Instruments viel wärmer und weicher. Im Steichensemble kommt die Bratsche nicht nur fast immer genau in der Mitte zu sitzen, sondern befindet sich auch klanglich mitten im musikalischen Geschehen. Genau aus diesem Grund erfreute sie sich auch bei vielen Komponisten besonderer Beliebtheit, die selbst am liebsten Bratsche spielten. Zu nennen sind hier unter anderem Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven, der sein Geld, wie übrigens auch später Franz Schubert, zunächst als Bratschist in der Bonner Hofkapelle verdiente.
Das Repertoire der Bratsche ist zwar wesentlich weniger umfangreich als das ihrer kleinen Schwester, der Violine. Dass sich unter den für Bratsche komponierten Werken aber besondere Kostbarkeiten der Musikgeschichte verbergen, dafür stehen die Namen der Komponisten des Konzerts „Sonor“: Georg Philipp Telemann, Michael Glinka, Johannes Brahms und anderen. Dabei kann der Klang der Bratsche in den verschiedensten Besetzungen genossen werden: Vom Duo mit Klavier oder Cembalo über Ensembles mit Gesang, Violoncello und Orgel bis hin zu Besetzungen mit vier und fünf Violen. Zu hören an der Bratsche sind die Studierenden der Klassen von Professorin Karin Wolf und Dr. Peter Gries.
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