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Borken wird Fairtrade-Stadt: Fairtrade-Kaffee im Rotkreuz-Café Henry

Braune Bohnen von „Sarahs Röstcafé“ aus Bocholt und weitere fair gehandelte Produkte im Angebot

24. Juni 2015. Die Stadtverwaltung Borken hat ihre Bewerbung um den Titel Fairtrade-Stadt erfolgreich abschließen können. Somit steht einer Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt durch den TransFair e.V. aus Köln nichts mehr im Wege. Die Auszeichnung soll während des Bürgerfestes Anfang September erfolgen.

Seit kurzem kann im Borkener Rotkreuz-Zentrum an der Röntgenstraße 6 im Café Henry, einem Integrationsbetrieb des Roten Kreuzes im Kreis Borken, Fairtrade-Kaffee von „Sarahs Röstcafé“ aus Bocholt gekostet und getrunken werden. „Wir wollen damit nicht nur unser Angebot erweitern, sondern auch weitere fair gehandelte Produkte anbieten, auch Tee und Schokoriegel“, sagt DRK-Vorstand Anton Verschaeren.

Die 36-jährige Sarah Triphaus betreibt seit zweieinhalb Jahren in Bocholt am Gasthausplatz 5 eine Kaffeerösterei und ein Café, in dem verschiedene Kaffee-Spezialitäten angeboten werden. Acht Kaffeesorten aus dem mittelamerikanischen Guatemala und Nicaragua sind bei ihr Standard.

Das Besondere: „Pflücker, Erntehelfer und Bauern werden fair bezahlt, nicht über den Tisch gezogen. Die Vertragsbauern erhalten einen garantierten Mindestpreis oberhalb des Weltmarktpreises“, sagt Sarah Triphaus, Hotelfachfrau und Hotelbetriebswirtin. Der lag aufgrund einer Garantieerklärung des örtlichen „Projektes Cafecita Lampocoy“ in Guatemala im Mai bei 42 Prozent über dem üblichen Preis, in den Jahren 2013 und 2014 bis zu 65 Prozent höher. Der Kaufpreis werde direkt an die Kleinbauern weitergegeben, ohne Zwischenhandel. Spenden gingen zu 100 Prozent für soziale Zwecke an die Krankenstationen und Schulen der Lage Lampocoy, heißt es in einem Bericht aus der Region.

Die Kaffeerösterin Sarah Triphaus sagt: „Fairtrade-Kaffee ist umweltfreundlich, sozialverträglich und wird direkt gehandelt.“ Die Bocholterin ist seit 2013 Mitglied der Deutschen Röstergilde. Deren unabhängige Prüfer bewerteten im Wettbewerb mit rund 100 Konkurrenten zwei ihrer Kaffeesorten 2014 mit zwei Gold- und 2015 mit zwei Silbermedaillen – höchste Dekorationen für eine Newcomerin.

Fair gehandelter Kaffee sei im Verkauf um einiges teurer. Doch das sei bei Kunden nicht auschlaggebend: „Immer mehr sind bereit, für guten Kaffee mehr auszugeben. Sie trinken lieber eine Tasse weniger und schätzen dafür die höhere Qualität.“

Diese Erfahrung hat mittlerweile auch Hans-Jürgen Tekampe, der neue Leiter des Café Henry im Rotkreuzzentrum in der Röntgenstraße in Borken gemacht, in dem Menschen mit und ohne Handicap zusammenarbeiten. Tekampe: „Fairtrade-Kaffee besitzt eine ganz besondere Note, die jeder Kaffeefreund mal probieren sollte.“

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Fairtrade-Kaffee im Rotkreuz-Café Henry


Ein Sack voll Fairtrade-Kaffee im Rotkreuz-Café Henry (von links): Edith Holtkamp, DRK-Vorstand Anton Verschaeren, Leiter Hans-Jürgen Tekampe und Sarah Triphaus von „Sarahs Röstcafé“ während der Vorstellung. Foto: DRK / and www.DRKBorken.de
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