Hanauer Frauenbüro unter neuer Leitung
OB Kaminsky stellt Monika Kühn-Bousonville vor
Das Frauenbüro der Stadt Hanau hat wieder eine neue Leitung. Vom 1. Juli an wechselt Monika Kühn-Bousonville vom Fachbereich Bildung, Soziale Dienste und Integration in die Stabsstelle, wo sie die Nachfolge der langjährigen Frauenbeauftragten Imke Meyer antritt. Meyer hatte im vergangenen Jahr ihre Tätigkeit nach rund 18 Jahren beendet, um in den Ruhestand zu gehen. Seither war die Stelle der externen Frauenbeauftragten unbesetzt. „Mit Monika-Kühn-Bousonville haben wir eine Persönlichkeit gefunden, die aus ihrer Beschäftigung im Kommunalen Sozialen Dienst über ein breites Erfahrungsspektrum verfügt“, erläuterte Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei der Vorstellung der neuen Frauenbeauftragten. Mit der Entscheidung sei auch die Kontinuität dieser wichtigen Funktion gewährleistet. Denn im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit habe die Diplomsozialarbeiterin bereits Teilbereiche kennengelernt, die auch für ihre künftige Aufgabe eine wichtige Rolle spielen, darunter die Begleitung in Trennungs- und Scheidungsfragen, die Krisenintervention bei häuslicher Gewalt oder die Beratung bei sexuellen Übergriffen. Gleichzeitig sei sie aus dieser Zeit auch ins das Netzwerk der Hanauer Organisationen und Institutionen eingebunden.
Kühn-Bousonville setzt sich nach eigenen Worten bereits seit ihrer Studienzeit dafür ein, die Lebensbedingungen für Frauen zu verbessern und gegen deren Benachteiligung zu kämpfen. Besonders die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ihr ein echtes Anliegen, für das sie sich auch seit vielen Jahren ehrenamtlich engagiert. „Es ist zwar so, dass die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau in den meisten Bereichen erreicht ist, aber an der Umsetzung hapert es gelegentlich. Ob gute Konzepte mit Leben erfüllt werden, hängt immer noch von einzelnen Personen ab, die sich für Veränderungen stark machen.“
Hanau sieht sie auf einem sehr guten Weg, deshalb ist es ihr wichtig, die begonnenen Projekte und Veranstaltungen fortzuführen und weiterzuentwickeln. Immerhin sei es der Stadt mehrfach gelungen, eine Vorreiterrolle bei bedeutsamen Veränderungsprozessen einzunehmen. Als ein Beispiel nennt sie das Zertifikat Audit Familie und Beruf, das die Brüder-Grimm-Stadt bundesweit als erste Kommune erhalten habe. Die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien in Hanau durch das vielbeachtete Projekt „Zeitbrücken“ in besonderer Weise in den Fokus gerückt worden. „In den letzten Monaten ist es wegen der Vakanz im Frauenbüro still um die Zeitinseln und Zeitfenster geworden, deshalb werde ich mich diesem richtigen und wichtigen Projekt verstärkt widmen.“ Gemeinsam mit der internen Frauenbeauftragten Carmen Snowden will sie auch in der Mitarbeiterschaft der Unternehmung Stadt dafür werben, dass sich mehr Väter für den Erziehungsurlaub und die Kinderbetreuung entscheiden.
Grundsätzlich will sie die Vernetzung und Kooperation mit allen Hanauer Vereinen und Organisationen ausbauen und deshalb in den nächsten Monaten das persönliche Gespräch suchen.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
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Foto: Stadt Hanau
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