Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 10. Juli 2015

Flüchtlinge: Stadtverwaltung #Bocholt hält an Standort „Heutings Weg“ fest

Anlieger übergeben offenen Brief / Stadt weist Kritik zurück

Bocholt (PID).

Der neue Flüchtlingsstandort „Heutings Weg“ auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei steht nicht in Frage. Das betonen Bürgermeister Peter Nebelo und Kämmerer Ludger Triphaus (zugleich Sozialdezernent) gegenüber Anliegern aus dem Bereich „Heutings Weg“, die in einem offenen Brief Kritik am Vorgehen der Stadtverwaltung äußern.

Die Stadt bekomme im Zuge der Flüchtlingswelle zurzeit wöchentlich neue Flüchtlinge zugewiesen und müsse diese menschenwürdig unterbringen, erklärt Nebelo. Die vorhandenen Unterbringungskapazitäten seien erschöpft, daher sei die Stadt gehalten, nach Alternativen zu suchen. Die Stadt prüfe zurzeit im gesamten Stadtgebiet geeignete Flächen, die als potenzielle Standorte in Frage kämen. Die Verteilung erfolge dezentral, also über das gesamte Stadtgebiet.

Die Verwaltung stehe zurzeit unter großem Handlungsdruck, manche Pläne seien aufgrund baurechtlicher Vorschriften nicht in der Kürze der Zeit umsetzbar, erläutern Nebelo und Triphaus. Bei städtischen Flächen, darunter etwa am „Heutings Weg“, habe die Stadt Baurecht und könne schneller handeln.

Die Kritik, nicht frühzeitig zu informieren, weisen Bürgermeister und Kämmerer zurück. Am 30. Juni habe die Stadtverwaltung in einer öffentlichen Informationsveranstaltung das städtische Konzept offen und transparent vorgestellt. Die Bürger hätten dort die Möglichkeit wahrgenommen, Nachfragen zu stellen und Anregungen zu geben. So werde die Anregung nach einstöckiger Bauweise der Wohncontainer sowie einem größeren Abstand zur Grundstücksgrenze bei der Umsetzung berücksichtigt.

Die Verwaltung wird mit den Anwohnern im Gespräch bleiben. Für Oktober ist ein nächstes Treffen geplant.

Hintergrund:

Derzeit sind in Bocholt rund 400 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften und angemieteten Wohnungen untergebracht. Wöchentlich kommen rund 10-15 Personen hinzu. Die Plätze in den städtischen Unterkünften sind ausgeschöpft.

Die Flüchtlinge werden von Fachpersonal betreut; ein Sicherheitsdienst wird vor Ort sein. Ein Betreuungs- und Hilfekonzept soll frühzeitig Voraussetzungen für eine Integration jener Menschen schaffen, die ein Bleiberecht erhalten.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Büro des Bürgermeisters, Pressesprecher Karsten Tersteegen, Telefon 0 28 71 95 33 27, E-Mail: karsten.tersteegen@mail.bocholt.de