Neue Anforderungen an das Wohnen durch den demografischen Wandel

16. Juli 2015.

Welche neuen Anforderungen ergeben sich in Kassel durch den demografischen Wandel an das Wohnen, die Wohnqualität und die Quartiere? Damit befassten sich jetzt rund 60 Akteure aus Politik, Wohnungswirtschaft sowie der Stadtteil- und Quartiersarbeit in Kassel auf Einladung des städtischen Zukunftsbüros im Rathaus beim „Fachtag Wohnen“.

Für die Lebensqualität und damit für die Attraktivität Kassels sei im Alltag vor allem das direkten Lebensumfeld entscheidend – Haus, Wohnung oder Wohngemeinschaft, unterstrich Oberbürgermeister Bertram Hilgen die Bedeutung des Themas. „Ein gutes Miteinander aller Bevölkerungsgruppen entsteht im Kleinen, dort wo sich Menschen beim Elternabend, Einkaufen oder an der Bushaltestellen offen und hilfsbereit begegnen“, sagte Hilgen. Die Frage nach den Eckpunkten für eine Wohnraumversorgung für alle Generationen und Personengruppen wie Familien, Alleinstehende, ältere Menschen, Studenten könne nur gemeinsam beantwortet werden.

Stadtbaurat Christof Nolda führte aus, dass „die Wohnung und das Wohnquartier neben Arbeitsmöglichkeiten und Infrastrukturen wichtige Faktoren sind, warum Menschen in Städten leben und sich wohlfühlen." Die zentrale Herausforderung werde darin bestehen, die demografische Entwicklung aufzunehmen und die vorhandene Baustruktur bestmöglich an die Anforderungen der Bewohner anzupassen.

Die unterschiedlichen Aspekte aktueller Entwicklungen und Trends in der Wohnungswirtschaft skizzierten als Expertinnen Prof. Dr. Kristen Aner von der Fakultät Sozialwesen der Universität Kassel, Annamaria Schwedt vom wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Beratungsunternehmen empirica und Birgit Kasper vom FORUM gemeinschaftliches Wohnen e.V. Die teils kontroversen Prognosen, Thesen und Bilder wurden in Arbeitsgruppen aufgegriffen, hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit diskutiert und mit Blick auf die lokalen Strukturen weiterentwickelt.

Die Ergebnisse werden jetzt dokumentiert und sollen nach Möglichkeit in laufende und künftige Prozesse einfließen. Die Organisation und inhaltliche Ausgestaltung des Fachtages fand in enger Kooperation mit dem Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz, dem Bauverwaltungsamt sowie dem Referat für Altenhilfe im Sozialamt statt.

 

Hintergrund

Das Zukunftsbüro wurde 2008 aus der Auseinandersetzung der Stadt Kassel mit dem Demografischen Wandel gegründet und übernimmt in den Arbeitsfeldern Kommunale Gesamtentwicklung, Demografischer Wandel, Bürgerschaftliches Engagement und Integration sowie der Geschäftsstelle der Beiräte eine Scharnierfunktion zwischen der städtischen Verwaltung, den Funktionsträgern in Organisationen sowie den Bürgerinnen und Bürgern.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Stephan Kaiser


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