14. September 2015. Zum jüdischen Neujahrsfest spricht Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde in Kassel im Namen der Kasseler Bürgerschaft alle guten Wünsche aus. Kassels Oberbürgermeister Hilgen grüßt dabei alle Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens mit dem traditionellen Segensspruch: Leschana towa tikatev wetichatem. Übersetzt heißt dies: Mögest Du für ein gutes Jahr eingeschrieben gesiegelt sein.
In Israel und den jüdischen Gemeinden weltweit feiern Juden am Montag und Dienstag das Neujahrsfest Rosh Hashana («Haupt des Jahres»). Das zweitägige Fest hat bereits am Sonntagabend begonnen, dem Vorabend des ersten Tags des jüdischen Monats «Tishre». Damit begrüßen die Juden das Jahr 5776 nach der Erschaffung der Welt.
Typisch für das Fest ist das Blasen des Schofar, des Widderhorns, mit dem zu Gebet und Buße aufgerufen wird. Das Neujahrsfest erinnert die Juden an den Bund zwischen Gott und Israel. Die Feiertage sollen die Menschen veranlassen, in sich zu gehen, sich vom Bösen abzuwenden und gut zu handeln. In der jüdischen Tradition hat das Neujahrsfest den Charakter eines Gerichtstages: Gericht Gottes über den Menschen und Rechenschaft des Menschen über sein eigenes Tun.
An diesen Tagen lässt man das Jahr noch einmal Revue passieren, erinnert sich an das Schöne und Gute, aber auch an Trauriges. So freut man sich beispielsweise über neugeborenes Leben und die Zukunft frisch vermählter Paare, gedenkt aber auch der Verstorbenen. Zudem schaut man auf die eigenen Taten zurück. Da auch Gott auf das Handeln jedes Einzelnen blickt, darüber urteilt und dementsprechend den Verlauf von Glück und Unglück für das kommende Jahr bestimmt, ist Rosh Hashanah ein Fest, dem Juden eine wichtige und besondere Bedeutung geben.
„Die Vielfalt der Religionen und ihrer kulturellen Traditionen ist eine Bereicherung“, sagt OBerbürgermeister Bertram Hilgen und würdigt in diesem Zusammenhang die seit Jahren betriebene aktive Öffnung der Jüdischen Gemeinde in die Stadtgesellschaft hinein. Mit Führungen durch die Synagoge und mit vielen weiteren Veranstaltungen suche die Jüdische Gemeinde in Kassel den Dialog und die Begegnung.
„Auch einen Besuch im neu eingerichteten Sara Nussbaum-Haus kann ich jedem Mitbürger nur wärmsten empfehlen. Wer etwas über aktuelles jüdisches Leben in Deutschland und Kassel erfahren will, ist hier genau richtig.“
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