Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ geht in drei Stadtteilen an den Start

16. September 2015. Mit einer Kick Off Veranstaltung geht heute das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ in den Kasseler Stadtteilen Wesertor, Nordholland und Rothenditmold an den Start. Das Modellprogramm kombiniert verschiedene sozialpädagogische Angebote, die passgenau entsprechend der Bedarfslage der Zielgruppen in der Kommune ausgestaltet werden können.

Mit den Bausteinen „Case Management“ und „Mobile Arbeit“ soll in Kassel eine individuell angepasste Unterstützung für Jugendliche ermöglicht werden. Außerdem sollen Jugendliche erreicht werden, zu denen über die Schulen und die offene Jugendarbeit bisher keine oder nur unzureichende Zugänge geöffnet werden konnten. Der dritte Baustein, die sogenannten Mikroprojekte soll nicht nur die jungen Menschen selbst, sondern auch die Quartiere, in denen sie leben, stärken und weiter entwickeln. Damit leistet „JUGEND STÄRKEN im Quartier" einen wichtigen Beitrag zu einer integrierten, sozialen Stadtentwicklung und bietet eine gute Ergänzung zu den bereits vorhandenen Unterstützungsstrukturen für Jugendliche in den Stadtteilen.

„Die Zahl der Jugendlichen, die eine besondere Form der Unterstützung brauchen, ist in den letzten Jahren in allen drei Stadtteilen gestiegen. Neuzugewanderte Familien aus Südosteuropa stellen uns hier vor große integrations- und bildungspolitische bzw. pädagogische Herausforderungen. Es ist wichtig, dass wir uns den Problemen gemeinsam stellen und die Familien und Jugendlichen nicht ohne Perspektive sich selbst überlassen, sondern versuchen, aktiv und präventiv gegenzusteuern. Die heutige Kick Off Veranstaltung ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, so Schul- und Jugenddezernentin Anne Janz.

Hintergrund

"JUGEND STÄRKEN im Quartier" führt die bisherigen Aktivitäten des Bundesfamilienministeriums im Rahmen der Initiative "JUGEND STÄRKEN" mit dem Handlungsfeld "Übergang Schule-Beruf" des ESF-Bundesprogramms "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ" des Bundesumweltministeriums zusammen. Finanzielle Ressourcen und fachliches Know-how werden in die Gebiete des Städtebauförderungsprogrammes "Soziale Stadt" oder vergleichbare Gebiete gelenkt und dort gebündelt. Die Angebote kommen insbesondere jungen Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren zu Gute, denen eine Perspektive für die Zukunft fehlt und die durch andere Angebote besonders schwer zu erreichen sind. Damit sind zum Beispiel schulverweigernde Jugendliche oder Abbrecherinnen und Abbrecher von Arbeitsmarktmaßnahmen sowie junge neu Zugewanderte mit besonderem Integrationsbedarf gemeint. „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ unterstützt sie bei der (Re-)Integration in Schule, Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft. Ziel ist, die Teilnehmenden mit niedrigschwelligen Angeboten zu aktivieren und ihre Kompetenzen und Persönlichkeit zu stärken. Das Programm hat in Kassel ein Gesamtvolumen von rund 1,5 Millionen Euro für die Jahre 2015 bis 2018, 60% sind über ESF-Mittel finanziert - 40% werden über kommunale Mittel erbracht. Das Programm wird über das Jugendamt der Stadt Kassel koordiniert und durchgeführt. Außerdem sind freie Träger der Jugendhilfe im Rahmen der Mikroprojekte beteiligt: Dynamo Windrad e.V., Kulturzentrum Schlachthof gGmbh, AKGG gGmbH, Outlaw, Jafka gGmbH, Löwenherz Heilhaus gGmbH und das Diakonische Werk Kassel.

Weitere Informationen zum ESF-Programm unter: www. jugend-staerken-im-quartier.de

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