22. Oktober 2015. Im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten an der Altmarkt-Kreuzung ist auch der historische Zisselbrunnen komplett saniert worden. Zeitgleich wurde der Brunnen-Vorplatz neu gepflastert sowie die Treppenanlage hin zur Straße „Die Freiheit“ in Richtung der Kasseler Innenstadt erneuert. Von den abgeschlossenen Arbeiten machten sich jetzt Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtbaurat Christof Nolda gemeinsam mit Zisselpräsidentin Janine Herr und Vizepräsidentin Jenna Nenninger selbst ein Bild.
Oberbürgermeister Hilgen: „Nicht nur die Altmarkt-Kreuzung war in die Jahre gekommen und bedurfte einer dringenden grundhaften Modernisierung. Auch der im Jahr 1959 einweihte Brunnen musste saniert werden. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Der markante Zisselbrunnen ist schließlich ein Symbol für unser großes Wasser- und Heimatfest.“
Stadtbaurat Nolda erklärte: „Über die Jahre hinweg hatte sich im Brunnenbecken die Beschichtung gelöst und es haben sich im Untergrund Risse gebildet. Nach einer Analyse des Schadensbildes wurde klar, dass auch der unter dem Anstrich befindliche Estrich gebrochen war und erneuert werden musste. Da Witterungseinflüsse die Arbeiten beeinträchtigt hätten und um die Nachbarschaft nicht unnötig mit Staub zu belasten, wurde der Brunnen für die Arbeiten eingehaust. Jetzt sieht er fast wieder so aus wie bei seiner Einweihung vor rund 56 Jahren.“
Der Zisselbrunnen wurde von Mitte April bis Mitte Mai 2015 für rund 27.000 Euro saniert. Dafür waren verschiedene Arbeitsschritte notwendig:
Ebenfalls erneuert wurde der Platz rund um den Zisselbrunnen. Hier wurden etwa 800 Quadratmeter Betonplatten verlegt. Parallel dazu ist die Treppenanlage neben dem Zisselbrunnen zur Innenstadt saniert worden. Weiterhin wurden die Baumscheiben für die vorhandenen Beuys-Bäume großzügig verbreitert und mit einem Stahlband neu eingefasst.
Geschichte Zisselbrunnen: In den 50er-Jahren wurde der Altmarkt in Kassel zu einem modernen Verkehrskreuz ausgebaut. Anfang 1958 wurde beschlossen, an Rande des Altmarktes neben der Einmündung des Freiheiter Durchbruchs eine „besinnliche Ecke, eine Grünanlage mit Brunnen“ zu schaffen. Im Mai 1959 präsentierte die Stadtverwaltung den fertigen Brunnen der Öffentlichkeit. Noch heute wird diskutiert, ob die beiden steinernen Köpfe am Brunnenstock die Kasseler Originale Ephesus und Kupille darstellen oder ob es sich um die Grimmschen Märchengestalten des Fischers und seiner Frau handelt. Der von Kunstschmiedemeister Heinrich Cornelius geschaffene Fisch , aus dessen Maul Wasser ins Brunnenbecken fließt, deutet eher auf die Fischersleute hin. Noch im selben Jahr stand der Brunnen im Mittelpunkt des damaligen Zisseltreibens. Die Bezeichnung „Zisselbrunnen“ war geboren.
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(v.l.n.r.)Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Zissel-Vizepräsidentin Jenna Nenninger, Zisselpräsidentin Janine Herr, Stadtbaurat Christof Nolda, stellvertretender Amtsleiter Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Uwe Bischoff
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