[E-Mail-Abo] |
Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 30.10.2015
|
Bürgermeister lädt ein zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus Am 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Auch in Iserlohn waren die jüdischen Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Hab und Gut ungehemmter Gewalt ausgesetzt. Die Synagoge an der Mendener Straße wurde in Brand gesteckt, jüdische Nachbarn wurden drangsaliert, angegriffen und ausgeraubt. Die Novemberpogrome steigerten den staatlichen Antisemitismus zur Existenzbedrohung für die Juden im damaligen Deutschen Reich. Opfer der Verfolgung wurden auch viele Andersdenkende und Angehörige anderer Nationalitäten. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens lädt alle Interessierten herzlich ein zu einer Gedenkveranstaltung, die am Montag, 9. November, um 17 Uhr am Gedenkstein für die Synagoge (Mendener Straße / Ecke Karnacksweg) beginnt. Neben Ansprachen des Bürgermeisters, der Superintendentin Martina Espelöer sowie Detlev Pauls vom FriedensPlenum spielt das Trio Nina Tripp, Eugen Momot und Roland Kirch traditionelle jüdische Klezmermusik. Anschließend begeben sich die Teilnehmer auf einen Schweigemarsch durch die Innenstadt. Dieser endet am Poth mit Blumen- und Kranzniederlegungen am dortigen Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Der Iserlohner Kinder- und Jugendrat lädt im Anschluss an das Gedenken am Mahnmal zu einer Ausstellung in den Fanny-van-Hees-Saal der Volkshochschule in den Stadtbahnhof ein. Gezeigt werden der im Rahmen seines Friedensprojektes entstandene Kurzfilm „Der Kinder- und Jugendrat auf der Suche nach Frieden“ und die Auswahl einer Postkartensammlung mit 2000 Friedenswünschen Iserlohner Schülerinnen und Schüler. Außerdem werden Soundcollagen mit Tönen aus dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg nahe Berlin zu hören sein. Diese entstanden während der Anfang Oktober stattgefundenen Gedenkstättenfahrt des Kinder- und Jugendrates unter Berücksichtigung historischer Quellen und der heutigen Wahrnehmung des Ortes durch die Jugendlichen. Ebenso in der Ausstellung zu sehen sind die in Berlin entstandenen 3D-Modelle, die von den Jugendlichen zum Thema „Mapping Life – Lebenswege ehemaliger Häftlinge“ gebaut wurden. Die Mahnveranstaltung ist eine gemeinsame Aktion von FriedensPlenum, Pax Christi sowie der im Rat vertretenen Parteien der Stadt Iserlohn. |
[Zurück] |
STADT ISERLOHN Bereich Medien- u. Öffentlichkeitsarbeit Schillerplatz 7 58636 Iserlohn Tel. 02371/217-1251 Fax 02371/217-2992 pressestelle@iserlohn.de www.iserlohn.de |
|
Die Pressestelle "Stadt Iserlohn" ist Mitglied bei http://www.presse-service.de/. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. |