04. November 2015. Michaele Krusche (Mezzopran), Peter Gries (Viola), Akiko Hikita (als Gast, Klavier) sowie Shanji Quan (Klavier) bestreiten musikalisch die Auftaktveranstaltung der Reihe „MEDIA IN VITA - die Musik und der Tod“ am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr im Konzertsaal der Musikakademie. Unter dem Titel „Wir schaufeln ein Grab in den Wolken, da liegt man nicht eng“ erklingen Werke, die sich ausdrücklich mit dem jüdischen Erbe in der Musik auseinandersetzen: die Suite hébraïque des Schweizer Komponisten Ernest Bloch sowie „Deux Mélodies hébraïques" [„Zwei jüdische Lieder“] des französischen Impressionisten Maurice Ravel. Zu hören sein werden außerdem mit Gedichten und Texten jüdischer Autorinnen und Autoren Maren Klingebiel, Dozentin für Sprecherziehung an der Musikakademie, sowie die als Schauspielerin und Rezitatorin in Kassel wohlbekannte Heidi de Vries, seit langen Jahren ebenfalls in gewisser Hinsicht das Gesicht von Fmaks, der Fördergesellschaft der Musikakademie Kassel „Louis Spohr“ e.V., Veranstalter der Reihe.
Texte und Musik werden also den Blick auf eine Kultur und eine Lebensweisheit richten, die zum Glück inzwischen wieder selbstverständlich zu Deutschland gehört. Die christliche und jüdische Sicht auf den Tod ruhen zwar auf denselben religiösen Wurzeln der Thora beziehungsweise der Bibel, trotzdem ist ihre jeweilige kulturelle Praxis durch unterschiedliche Traditionen und Riten bestimmt. Daher erscheinen auch die Musik und die Texte des Abends gleichermaßen vertraut wie befremdlich. Diese widerstreitenden Erfahrungen aufzugreifen und genauer zu betrachten, hat sich Elena Padva vom Sara-Nussbaum-Zentrum Kassel e.V., dem Partner der Musikakademie für diese Veranstaltung, für ihren Vortrag vorgenommen, der das Programm ergänzt. Sie wird nämlich über letzte Fragen des Lebens aus der Sicht des Judentums referieren.
Das Programm des Abends:
Nelly Sachs (1981-1970): Lange haben wir
Maurice Ravel (1875-1937): L’énigme éternelle (aus: Deux mélodies hébraïques) Vortrag : Elena Padva, Sara-Nussbaum-Zentrum Kassel e. V.
Maurice Ravel (1875-1937): Kaddish (aus: Deux mélodies hébraïques)
Juan Ramón Jiménez (1881-1958): Herz, stirb oder singe Gertrud Kolmar (1894-1943): Es ist ein Lied Hilde Domin (1909-2006): Es kommen keine nach uns / Noch gestern Ernest Bloch (1880-1995): Suite hébraïque für Viola und Klavier Rapsodie - Processional - Affirmation Rose Ausländer (1901-1988) : Wenn ich vergehe / Wer
Heidi de Vries (als Gast), Maren Klingebiel, Rezitation Michaela Krusche, Mezzosopran Akiko Hikita, Klavier (als Gast) Peter Gries, Viola Shanji Quan, Klavier
Weitere Informationen zu den Ausführenden finden Sie auch unter www.musikakademie-kassel.de.
Der Eintritt zu den kostenpflichtigen Veranstaltungen beträgt 8 Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu 6 Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Der Erwerb eines Konzertpasses (30 Euro, ermäßigt 25 Euro) berechtigt zum Besuch von mindestens vier Veranstaltungen.
Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 0561 / 787 4180, per Fax unter 0561/787 4188 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.
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