Die Musik und der Tod in einer Veranstaltungsreihe der Musikakademie

19. November 2015. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe „MEDIA IN VITA - die Musik und der Tod“ bildet ein Kantatengottesdienst in der Evangelischen Karlskirche am Karlsplatz: Sonntag, 22. November, 10 Uhr. Studierende sowie Dozentinnen und Dozenten der Musikakademie bringen unter Leitung von Professor Gregor Hollmann, der an der Musikakademie die Fächer „Cembalo“ und „Alte Musik“ lehrt, Bachs frühe Kantate „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“, auch bekannt als „Actus tragicus“, Bachwerkeverzeichnis 106, zur Aufführung. Die Predigt hält Pfarrerin Inge Böhle.

Bach schrieb diese Kantate bereits 1707 oder 1708, wahrscheinlich noch während seiner Anstellung in Mühlhausen. Auch der Anlass der Komposition kann nicht endgültig geklärt werden. Entweder handelt es sich um eine liturgische Trauermusik für den Beerdigungsgottesdienst des Bürgermeisters Strecker oder von Bachs Onkel Tobias Lämmerhirt, zu dem der Komponist als Vollwaise eine besondere Beziehung hatte. Die Kantate steht noch ganz in der Tradition der evangelischen Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts: Zitate aus dem Alten und Neuen Testament wechseln sich mit Choralversen unter anderem Martin Luthers ab, wobei diese teilweise gleichzeitig erklingen, sodass die Bibelstellen eine Art Interpretation durch das damals moderne Liedgut erfahren. Auch die Besetzung des Werks ist bemerkenswert: Zwei häufig unisono spielende Blockflöten, 2 Gamben und Basso continuo (Orgel, Violoncello und Kontrabass). Erst später, nachdem er die Textbücher des Hamburger Dichters Erdmann Neumeisters kennen und schätzen gelernt hatte, fand Bach dann in Weimar zu einer Form der Kantate mit einleitendem Chorsatz, einander abwechselnden Arien und Rezitativen sowie abschließendem Choralsatz, für die er bis heute als maßgeblicher Tonschöpfer gilt.

Weitere Informationen zu den Ausführenden finden Sie auch unter www.musikakademie-kassel.de.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Eine Kartenreservierung ist nicht möglich.

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