OB Kaminsky sieht in Doppelnutzung von Schulraum „lobenswert pragmatische Lösung“
Als „lobenswert pragmatische Lösung“, die Schule machen soll, sieht Oberbürgermeister Claus Kaminsky das Modell der Büchertal-Grundschule an, mit flexiblem Mobiliar einen Klassenraum für Unterrichts- und Betreuungszwecke zu nutzen. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung finanzierte das Interieur des multifunktionalen Zimmers mit rund 18.000 Euro. Der Main-Kinzig-Kreis unterstützte diese Neuerung und stattete den Raum zusätzlich mit einer Teeküche aus, um auch die Essensversorgung zu sichern. Kaminsky machte sich in der Schule mit Ganztagsprofil ein Bild davon, wie Hanauer Kinder ihren Nachmittag verbringen.
Rund 240 Schülerinnen und Schüler hat die Ganztags-Grundschule derzeit. Der Förderverein Büchertalschule bietet für Sechs- bis Zehnjährige Betreuungsplätze an. Dabei stammen etwa 100 Kinder aus Hanau-Mittelbuchen und rund 60 aus Maintal. Mädchen und Jungen samt ihrer Eltern können die Betreuung von 7 bis 17 Uhr nutzen. Dafür stehen in der Schule mehrere Räume bereit.
Kaminsky dankte Schulleiterin Anne Hahn für die „Pionierleistung“. Schulräume sowohl für den Unterricht als auch für die Nachmittagsbetreuung zu nutzen, sei sinnvoller als Container aufzustellen. Dabei zähle natürlich auch der finanzielle Aspekt, denn Neubauten sind grundsätzlich teurer als eine Doppelnutzung wie diese.
Familie und Beruf miteinander zu vereinen, das sei nicht mit Sonntagsreden zu bewerkstelligen. Praxisnahe Lösungen wie die an der Büchertalschule seien beispielhaft für andere Schulen, die sich auch auf den Weg zur Ganztagsbetreuung machen wollen. Hier stehe die Entwicklung allerdings noch in den Kinderschuhen. Der von der hessischen Landesregierung aufgerufene Pakt für den Nachmittag sei ohne die Hilfe der Stadt nicht finanzierbar.
Schulleiterin Hahn berichtete, dass die Büchertalschule beabsichtigt, einen weiteren Klassenraum multifunktional umzugestalten. Der OB freute sich über diese Planung mit den Worten: „Solche Initiativen haben bei mir immer einen Stein im Brett. Diese kommen im Wesentlichen auch Hanauer Kindern zu gute.“
Die Investitionshilfe der Stadt Hanau mit 18.000 Euro diente dazu, das Mobiliar unterschiedlicher Hersteller für die multifunktionale Nutzung anzuschaffen und bedarfsorientiert zu kombinieren. So wurde ein Hufeisen-Tisch mit mehreren Sitzplätzen erworben, an dem sich Kleingruppen im Unterricht und ebenso zum Spielen oder für die Hausaufgaben zusammenfinden können. Darüber hinaus stehen jetzt den Schülerinnen und Schülern Schränke mit magnetischen Oberflächen zur Verfügung; einige Schränke mit ausklappbaren Elementen bieten mehr individuelle Nutzungsmöglichkeiten. Alle Tische und Stühle sind mobil einsetzbar, und neue Regale sorgen für den nötigen Stauraum für Schul- und Betreuungsmaterialien. Insgesamt wurde durch die Umgestaltung des Betreuungsbereichs eine wohnlichere Atmosphäre geschaffen.
Über diesen Beitrag hinaus beteiligte sich der Eigenbetrieb Hanau Kindertagesbetreuung in den vergangenen Jahren mehrmals an Investitionen für die vom Main-Kinzig-Kreis getragene Grundschule. Insgesamt flossen seit 2006 fast 74.000 Euro in Umbauten, Erweiterungen, Sanierungen und Ausstattungen. Für die Schulkindbetreuung der Hanauer Kinder stellt die Stadt Hanau darüber hinaus jährlich einen Zuschuss von ca. 69.000 Euro zur Verfügung.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:
Büchertalschule 1
OB Kaminsky freut sich mit der Schulgemeinde über den neuen Multifunktionsraum.
Büchertalschule 2
Schulleiterin Anne Hahn (rechts)erläutert, wie der Klassenraum genutzt wird.
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