Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 27. November 2015

Umwelt #Bocholt: Messgeräte ausleihen und beraten lassen

Bocholt (PID).

Das Umweltreferat der Stadt Bocholt leiht zur kalten Jahreszeit wieder Messgeräte aus, mit denen man zum "Freizeit-Bausachverständigen" in den eigenen vier Wänden werden kann. Mit dem Infrarotthermometer und Feuchtemessgerät lassen sich Schwachstellen im Haus oder in der Wohnung identifizieren. Von dieser Möglichkeit machte jetzt auch Nina Tekampe Gebrauch.

Die junge Mutter hat ihre eigenen Gründe, sich das Infrarotthermometer und das Feuchtemessgerät beim Umweltreferat auszuleihen. „Wenn man ein Kleinkind zu Hause hat, dann ist man besonders darauf bedacht, ein gesundes Raumklima zu schaffen“, sagt sie. „Ich möchte sicher gehen, dass sich nicht irgendwo Schimmelsporen entwickeln können.“

In der kalten Jahreszeit besteht die Gefahr, dass Luftfeuchtigkeit an kalten Zimmerwänden kondensiert. Dort entstehen Schimmelsporen. Besonders kalt sind in unzureichend gedämmten Gebäuden die Zimmerecken, da zwei kühle Außenwände aufeinander treffen. Die Innentemperatur von Außenwänden sollte nie unter 13°C sinken. "Auch Fensterstürze aus Beton und Bereiche oberhalb von dauergekippten Fenstern, neigen zu diesem Phänomen", weiß Karolina Kowalik, Mitarbeiterin des Umweltreferats.

Messgeräte sind Hilfe

„Wenn schon erkennbar feuchte Stellen in der Wohnung oder im Haus vorhanden sind, ist das Feuchtemessgerät geeignet“, erklärt Angela Theurich, Leiterin des Fachbereichs Umweltreferat, „So kann man klären, ob die Feuchtigkeit von innen oder außen kommt.“ Bei einem Streit zwischen Vermieter und Mieter kann das Messgerät ebenfalls dazu beitragen den Sachverhalt zu objektivieren.

Mit dem Infrarot-Thermometer aus dem Bocholter Umweltreferat kann die Oberflächentemperatur von Wänden und Decken ohne Aufwand gemessen werden. „So lassen sich Kältebrücken oder schimmelgefährdete Stellen in kinderleicht finden“, erklärt Kowalik.

Tekampe hat bei der Messung mit dem Infrarotthermometer übrigens keine kritischen Stellen in ihrer Wohnung gefunden. Somit kann sie sorglos in die Winterzeit starten.

Weitergehende individuelle Beratung

Für die Nutzung der Geräte braucht man keine Vorkenntnisse. Interessierte können mit Karolina Kowalik telefonisch, Tel. 02871 953-391, oder per E-Mail, karolina.kowalik@mail.bocholt.de, einen Termin absprechen. Die Nutzung selbst ist kostenfrei. Von Seiten des Umweltreferates wird bei der Ausgabe der Geräte eine Kaution in Höhe von 50 Euro in bar erhoben. Sie wird bei der Rückgabe der Geräte umgehend zurückgegeben.

„Da die Erfahrung gezeigt hat, dass Personen, die sich als 'Hobby-Bausachverständiger' erprobt haben, oft Interesse an weitergehenden Tipps zum Thema Sanieren haben, bieten wir bis Jahresende noch mehrere individuelle Termine an“, erklärt Angela Theurich.

Wer sich für eine neutrale Sanierungsberatung durch das Niedrig Energie Institut Detmold anmelden möchte, kann dieses ebenfalls über den Fachbereich Umweltreferat tun oder das Anmeldeformular von der Homepage der Stadt Bocholt herunterladen. Die Beratungstermine finden an den kommenden Freitagen und Samstagen statt, damit auch berufstätige  Bocholter Bürgerinnen und Bürger die Chance haben, sich vor Ort zu Hause beraten zu lassen.

Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Büro des Bürgermeisters, Presse- und Informationsdienst, Amke Derksen, Telefon +49 2871 953-209, E-Mail: amke.derksen@mail.bocholt.de


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Umwelt: Messgeräteaktion 2015 - Familie Tekampe Bild 1
Klimaschutzmanagerin Karolina Kowalik erläutert Nina Tekampe und Tocher Mathilda die Funktionsweise des Infrarotthermometers - Foto: Bruno Wansing, Stadt Bocholt

Umwelt: Messgeräteaktion 2015 - Familie Tekampe Bild 2
Gute Laune beim Ausprobieren, Klimaschutzmanagerin Karolina Kowalik mit Nina und Mathilda Tekampe - Foto: Bruno Wansing, Stadt Bocholt

Umwelt: Messgeräteaktion 2015 - Familie Tekampe Bild 3
Der rote Punkte an der Wand, die Temperatur im Infrarotthermometer - Karolina Kowalik zeigt Nina Tekampe, wie kinderleicht es funktioniert - Foto: Bruno Wansing, Stadt Bocholt