Land erteilt Freigabe für Pioneer-Gelände
OB Kaminsky dankt für die konstruktive Zusammenarbeit
„Für die verbleibenden Restflächen des Sportsfield-Housing-Areals sowie der Pioneer-Kaserne besteht somit kein weiterer Landesbedarf zur Unterbringung von Flüchtlingen, sodass die Freigabe für die geplante Vermarktung und Entwicklung bestätigt werden kann.“ Jetzt liegt es schriftlich vor. Die Stadt kann daran gehen, ihre ursprünglichen Vorstellungen für das Areal der früheren Pioneer-Kaserne zu verwirklichen. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis für alle Beteiligten,“ freut sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky über die Mitteilung des Landes Hessen, wonach das westliche Areal von Sportsfield Housing für die Unterbringung einer Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung genutzt wird, im Gegenzug aber die weiteren Konversionsflächen im Stadtteil Wolfgang für die weitere Entwicklung als Wohnstandort freigegeben wird. „Die Verhandlungen haben sich als konstruktiv und zielführend erwiesen,“ würdigt der OB die gute Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium der Finanzen und dem Ministerium für Soziales und Integration. Die beiden Minister haben sich offen für die nachvollziehbaren Hanauer Interessen gezeigt.
In den Gesprächen mit dem Land habe die Stadt ihren Standpunkt deutlich machen können, dass bei allem Verständnis für die Schwierigkeiten und geforderter Flexibilität bei der Unterbringung der Flüchtlinge auch die Entwicklungschancen einer Kommune berücksichtigt werden müssten. Dies sei der Verantwortung der hier lebenden Menschen geschuldet, so Hanaus Oberbürgermeister und dankt auch dem zuständigen Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert für die Unterstützung in dieser Frage.
Im konkreten Fall geht es um das weitläufige Areal der Pioneer-Kaserne und Triangel Housing. Dort soll nach bereits ausgearbeiteten Plänen ein neues Quartier entstehen, das neuen Wohnraum für rund 3.000 Menschen bieten würde. Durch die Aufnahme der Flüchtlinge und die sich daraus ergebende Integrationsaufgabe ist nach den Worten von Kaminsky die Notwendigkeit, dieses Gebiet wie geplant zu entwickeln, sogar noch zusätzlich gewachsen. „Denn über kurz oder lang brauchen diese Menschen Wohnungen und Arbeitsplätze, schulische Angebote und Betreuungsmöglichkeiten in Kindertagesstätten in unserer Stadt. Die Erschließung von Pioneer, so wie wir es bisher geplant haben, würde dieser zu erwartenden Nachfrage den Druck nehmen.“ Ausreichend Wohnraum zu schaffen, werde der zweite Teil der Integrationsaufgabe sein, die Hanau wie alle anderen Kommunen in der Folge der Unterbringung der Flüchtlinge zu bewältigen habe.
Die Tatsache, dass die Vertreter des Landes Hessen der Stadt jetzt die für die weitere Entwicklung notwendige Freigabe erteilt haben, zeige, dass man auch dort die Folgeproblematik erkannt habe und die Stadt bei dieser guten Lösung unterstütze. „Wir können jetzt wieder in die konkreten Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilien eintreten, um zu einem Vertragsabschluss über den Erwerb der Fläche und die Realisierung der Konzepte für einen neuen Wohnstandort zu kommen.“
Bereits bei der Expo Real im Oktober dieses Jahres habe die Stadt ein hohes Interesse an dem Gelände der früheren Pioneer-Kaserne verzeichnen können, so der Ob weiter und ergänzt, dass es nun eine unbestreitbare Tatsache sei, dass es nicht mehr viele Flächen dieser Größenordnung im Rhein-Main-Gebiet gebe, die über ähnlich gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur verfügen. Deshalb sei er auch optimistisch, dass die Stadt die für die Reaktivierung dieser Fläche notwendigen Partner und Investoren auch finden werde.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
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