Führung: documenta-Kunstwerke im Naturkundemuseum und rund um den Friedrichsplatz

04. Dezember 2015.

„hier und draußen - die „Schildbach’sche Holzbibliothek“ und andere documenta-Kunstwerke“, so lautet der Titel einer Führung, die am Mittwoch, 9. Dezember, ab 16 Uhr im Naturkundemuseum im Ottoneum beginnt.

 

Die documenta gehört zu Kassel… und zum Friedrichsplatz. Bedeutende Kunstwerke befinden sich unter anderem in der historischen Abteilung des Naturkundemuseums und rund um den Friedrichsplatz.

 

Die Schildbach’sche Holzbibliothek im Naturkundemuseum ist eine Pflanzensammlung des Wissenschaftlers Carl Schildbach aus dem 18. Jahrhundert. Bei der documenta 13 im Jahr 2012 hat der Künstler Mark Dion daraus ein documenta-Kunstwerk gemacht.

 

Die Stadt Kassel und ihre Vergangenheit sind immer wieder Thema von documenta-Kunstwerken, die wiederum oftmals Auswirkungen auf die Stadt Kassel haben. Der Spaziergang mit Museumspädagogin Ulrike Städtler im Rahmen der Veranstaltungsreihe „hier und draußen“ macht dies anhand von Orten und Kunstwerken in der Innenstadt deutlich.

 

Die Kosten betragen fünf Euro. Mitglieder des Vereins „Freunde des Stadtmuseums zahlen drei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Hintergrund:

Mit der Schildbach´schen Holzbibliothek besitzt die Sammlung des Naturkundemuseums ein herausragendes, einmaliges Ausstellungsobjekt, das Holzgewächse, also Bäume und Sträucher in Kassel so zeigt, wie sie in exemplarischer Weise im ausgehenden 18. Jahrhundert enzyklopädisch geordnet für eine anschauliche Betrachtung zubereitet wurden. Dabei wird aus jeder einzelnen Baum- oder Strauchart eine Art Scheinbuch gebildet, dessen Äußeres aus Holz und Rinde besteht, während im Inneren die jeweiligen Blätter, Blüten und Früchte dreidimensional vorgestellt sind. Eingeklebte Legenden enthalten das damalige forstbotanische Wissen zur jeweiligen Art.

 

Diese Holzbibliothek umfasst heute noch 530 einzelne "Bücher", die von Carl Schildbach spätestens ab 1780 als Sammlung von Hölzern und Pflanzenteilen angefertigt wurden. Sie wurde zum Prototyp der sogenannten "Xylothek" (griechisch: xylon = Holz; griechisch: theke = Aufbewahrungsort) - ein nach dem Muster von "Bibliothek" von der späteren Wissenschaft geprägter Begriff. Ähnliche, doch bei weitem nicht so prächtig gestaltete Xylotheken bestückten dann in der Nachfolge Schildbachs viele Naturaliensammlungen.

 

 

(2608 Zeichen)

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Stephan Kaiser


Bild: Druckansicht Druckansicht

Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de

Pressesprecher Ingo Happel-Emrich

Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.